Podcast: Die drei Beine des guten Lebens

Unser neues Podcast-Format „Erzähl mir alles: Psychologie“ ist draußen! Ich freu mich tierisch, dass es geklappt hat und dass Barbara, Muriel und ich wieder regelmäßig im Studio sitzen und über psychologische Forschung sprechen können. Jeden Monat gibt’s jetzt bis in den Dezember hinein drei tolle neue Folgen auf einen Streich. In der allerersten Folge reden wir über die drei Beine des guten Lebens. Ob das gute Leben wirklich drei Beine hat? Das weiß ich natürlich auch nicht so genau. Es handelt sich eher um eine Art Metapher. Und um die zu unterstreichen, habe ich am Aufnahmetag meinen Badezimmerhocker von zu Hause mit ins Studio gebracht. Sozusagen als symbolisches Maskottchen für unser Gespräch. Der Hocker hat nämlich auch drei Beine.

Wir reden im Podcast über alle möglichen Studien und Bücher. Ein paar davon will ich hier mit Euch teilen.

Also.

Fangen wir an mit dem tapferen Bruce Hood. Ich habe ihn vor einiger Zeit für Psychologie Heute interviewt, was großen Spaß gemacht hat. Bruce ist Psychologe und hält seit Jahren an der University of Bristol eine Vorlesung darüber, wie man glücklicher werden kann. Seine Studierenden profitieren messbar davon. Über diese Vorlesung und die Forschung dazu reden Barbara, Muriel und ich ziemlich ausführlich in unserem ersten Kapitel. Wenn Ihr danach NOCH mehr darüber wissen wollt, wie Bruce Hood das Glück der jungen Leute fördert: Lest sein Buch. Es ist sehr gut.
Glück: Was wir wissen und wie wir es erreichen. Sieben Lektionen des führenden Glücksforschers.



Falls Ihr an den Studien von Bruce Hood interessiert seid, findet ihr hier zwei schnelle Einstiege:
Hood, B., Jelbert, S., & Santos, L. R. (2021). Benefits of a psychoeducational happiness course on university student mental well-being both before and during a COVID-19 lockdown. Health Psychology Open, 8(1), 2055102921999291.

Hobbs, C., Jelbert, S., Santos, L. R., & Hood, B. (2024). Long-term analysis of a psychoeducational course on university students’ mental well-being. Higher Education, 88(6), 2093-2105.

Einige von Euch wissen, dass ich in meinen jungen Jahren alle möglichen Fächer studiert haben. Nicht nur Psychologie, sondern auch ziemlich viel Philosophie. Deshalb ist es mir nicht entgangen, dass die psychologische Glücksforschung ihre wichtigsten Ideen bei Aristoteles geklaut hat. Genauer: Aus seinem Buch „Nikomachische Ethik“. Aristotles ist ein Denker von großer Klarheit und Struktur, weshalb man sich die Lektüre durchaus noch antun kann. Man wird nicht dümmer davon.

Für das dritte Bein des guten Lebens verweisen wir auf ein ziemlich cooles neues Buch aus den Staaten. Es stammt vom japanisch-amerikanischen Psychologen Shigehiro Oishi, über dessen Forschung ich mal während einer Konferenz gestolpert bin. Ich mochte seinen Humor und seine originelle Art, sich neue Studien und Experimente auszudenken. Sein Buch heißt jedenfalls Life in Three Dimensions: How Curiosity, Exploration, and Experience Make a Fuller, Better Life.

Und wo ich schonmal dabei bin, die wichtigsten Quellen offenzulegen: Meinen heftigsten Crash-Kurs in Sachen Glücksforschung verdanke ich einem Buch, das der große Ed Diener zusammen mit seinem Sohn geschrieben hat. Ich habe Ed Diener vor Jahren mal für Psychologie Heute interviewt. Mit seinem Sohn stand ich dann Jahre später in einer Warteschlange. Wir wollten beide unsere Namensschilder bei einer großen Forschungskonferenz abholen. Reiner Zufall, aber n super interessantes Gespräch. Jedenfalls: Das Buch der beiden ist zwar schon ein bisschen älter und ziemlich nerdy, aber man weiß danach sehr, sehr viel darüber, was die Psychologie über das menschliche Glück herausgefunden hat. Die Lektüre lohnt sich noch immer. Es heißt: Happiness. Unlocking the Mysteries of Psychological Wealth. Das Buch sorgt sozusagen für einen guten Teil des intellektuellen Hintergrundrauschens unserer Podcast-Folge.

So. Ich hoffe, Ihr hört mal rein in unser Gespräch. Erzählt mir hinterher gerne, wie’s für Euch war. Und wenn’s Euch gefallen hat: Hinterlasst ne Bewertung und sagt es weiter in Eurem Freundeskreis. 🙂

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