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	<title>Podcast Archive - Jochen Metzger</title>
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		<title>Thomas Mann, Fontane, Montaigne – kann man noch immer lesen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jan 2025 13:52:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man kann nicht immer nur von Psychologie lesen und über Psychologie schreiben. Außerdem verschließe ich mich bisweilen den Tagesmeldungen, dann zieht es mich zu alten Büchern. Neulich zum Beispiel. Eigentlich sollte ich ne Titelgeschichte für Psychologie Heute anfertigen. Hab ich auch gemacht. Aber am Wegesrand der Recherche lagen ein paar Romane und Novellen; sie haben [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/thomas-mann-fontane-montaigne-kann-man-noch-immer-lesen/">Thomas Mann, Fontane, Montaigne – kann man noch immer lesen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="886" height="1030" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/01/altebycher-886x1030.jpg" alt="" class="wp-image-3830" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/01/altebycher-886x1030.jpg 886w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/01/altebycher-258x300.jpg 258w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/01/altebycher-768x893.jpg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/01/altebycher-1321x1536.jpg 1321w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/01/altebycher-1762x2048.jpg 1762w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/01/altebycher-1290x1500.jpg 1290w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/01/altebycher-606x705.jpg 606w" sizes="(max-width: 886px) 100vw, 886px" /></figure>



<p>Man kann nicht immer nur von Psychologie lesen und über Psychologie schreiben. Außerdem verschließe ich mich bisweilen den Tagesmeldungen, dann zieht es mich zu alten Büchern. Neulich zum Beispiel. Eigentlich sollte ich ne Titelgeschichte für <a href="https://www.psychologie-heute.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Psychologie Heute</a> anfertigen. Hab ich auch gemacht. Aber am Wegesrand der Recherche lagen ein paar Romane und Novellen; sie haben gerufen, ich habe nachgegeben. Diese Erfahrung möchte ich gerne mit Euch teilen, einfach, weil sich das so gehört. Meine Kernerfahrung geht so. Thomas Mann, Fontane, Montaigne: kann man noch immer lesen!</p>



<p>Alles ging aber los mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/E._T._A._Hoffmann" target="_blank" rel="noreferrer noopener">E.T.A. Hoffmann</a>. Sigmund Freud hat einen längeren Aufsatz über Hoffmann geschrieben und über <a href="https://www.gutenberg.org/files/34222/34222-h/34222-h.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">das Unheimliche</a>, das beim Lesen von Hoffmanns Werken nach uns greift. Ich wollte rauskriegen, ob Hoffmann noch immer unheimlich ist. Antwort: ja, ist er. Und: nein, ist er gar nicht. Und zwar so: </p>



<p>Als Student hab ich – Freud folgend – Hoffmanns Novelle &#8222;<a href="https://www.projekt-gutenberg.org/etahoff/sandmann/sandmann.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Sandmann</a>&#8220; gelesen. Diesmal hab ich mich aus Gründen, die hier nichts zu Sache tun, für &#8222;<a href="https://www.projekt-gutenberg.org/etahoff/elexier1/elexier1.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Elixiere des Teufels</a>&#8220; entschieden. Tatsächlich hab ich darin ganz starke Passagen gefunden. Etwa dort, wo Hoffmann das extreme Erleben von Scham beschreibt. Das kann er richtig gut. Scham ist eh eine Emotion, die mich mit den Jahren immer stärker interessiert, ich habe sie lange unterschätzt. Scham ist wie eine Lanze im Ritterturnier, sie haut dich vom Gaul und aus der Rüstung, wenn sie wuchtig zustößt. Hoffmann lässt den Helden seiner &#8222;Elixiere&#8220; jedenfalls mehrere Schammomente erleben und … wie soll ich sagen? … ich mochte das und fand es sehr gut getroffen. Hoffmann steht ja eh mit einem Bein im Wahnsinn, der Typ hat definitiv auf die andere Seite des Vorhangs geguckt, und ich glaube, dass extreme Erlebnisse von Scham genau dasselbe bewirken können: Sie erschaffen kurze quasi-psychotische Episoden, in denen sich das Ich aufzulösen scheint. Ich finde diesen Zusammenhang in Teilen der psychologischen Forschungsliteratur, ich sehe sie bei E.T.A. Hoffmann und im so genannten &#8222;wirklichen Leben&#8220; sehe ich sie auch. Wenn man Hoffmann in diesen Passagen mit offener Seele liest, fasst es einen an auf eine ganz besondere und eigentümliche Art. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Ich war wie vernichtet, ein Eisstrom goss sich durch mein Inneres – besinnungslos stürzte ich fort ins Kollegium – in meine Zelle. Ich warf mich wie in toller Verzweiflung auf den Fußboden – glühende Tränen quollen mir aus den Augen, ich verwünschte – ich verfluchte das Mädchen – mich selbst – dann betete ich wieder und lachte dazwischen wie ein Wahnsinniger! Überall erklangen um mich Stimmen, die mich verspotteten, verhöhnten; ich war im Begriff, mich durch das Fenster zu stürzen, zum Glück verhinderten mich die Eisenstäbe daran, mein Zustand war in der Tat entsetzlich. Erst als der Morgen anbrach, wurde ich ruhiger.&#8220;</p>
</blockquote>



<p>Für mich ist das eine starke Passage. Es gibt auch jede Menge anderer Stellen. Da schmeißt einen Hoffmann mit Adjektiven und Adverbien zu, wie man es heute nicht mehr mag. Auch die Handlung hat enorme Schwächen, viele Übergänge sind lieblos hingerotzt, ein unmotivierter Zufall jagt den nächsten, Hoffmann schüttelt ganz viele sehr billige Sex&amp;Crime-Geschichten aus dem Ärmel. Nicht viele werden da bis zum Schluss durchhalten. Dennoch: Psychische Extremzustände und Drogenerfahrungen – das hat er drauf, der Hoffmann. </p>



<p>Außerdem habe ich nochmal in Chamissos &#8222;<a href="https://www.projekt-gutenberg.org/chamisso/schlemil/schlemil.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Peter Schlemihl</a>&#8220; reingelesen. Als Student bin ich dabei eingeschlafen, ich habe deshalb wenig davon erwartet. Doch ich war überrascht, wie gut lesbar das war. Man kann das natürlich nicht so unbefangen abfeiern wie etwas Zeitgenössisches, trotzdem mochte ich das. Ulkig lakonisch fand ich das Grundmotiv der Story: Der Teufel kauft einem Mann seinen Schatten ab, rollt ihn zusammen wie eine Yogamatte, klemmt sie sich unter den Arm und geht davon. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Er schlug ein, kniete dann ungesäumt vor mir nieder, und mit einer bewundernswürdigen Geschicklichkeit sah ich ihn meinen Schatten, vom Kopf bis zu meinen Füßen, leise von dem Grase lösen, aufheben, zusammenrollen und falten, und zuletzt einstecken. Er stand auf, verbeugte sich noch einmal vor mir, und zog sich dann nach dem Rosengebüsche zurück. Mich dünkt&#8216;, ich hörte ihn da leise für sich lachen. </p>
</blockquote>



<p>Was mich damals sehr gestört hat und noch heute stört auf der vordergründigsten Handlungsebene: Bei Chamisso merken alle sofort, dass der Held keinen Schatten mehr hat. Ich fand das psychologisch zu inkorrekt, um es einfach zu zu schlucken. Ich glaube hingegen: Für unseren Schatten interessiert sich erstmal keine Sau. Die Leute haben genug mit sich selbst zu tun.</p>



<p>Über ein paar sehr lose Assoziationen bin ich dann bei Fontane gelandet. Fontane. Oh, weh! Ich musste ihn in der Schule lesen, im Studium auch wieder. Dann nochmal in einer Phase, in der meine Tochter noch winzig klein war. Da haben wir in unserer kleinen Küche in Oldenburg sehr regelmäßig &#8222;<a href="https://www.ndr.de/kultur/sendungen/am_morgen_vorgelesen/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Am Morgen vorgelesen</a>&#8220; gehört und alles gefeiert, was da lief. Aber dann kam Fontane und schon nach zwei Folgen konnte ich nicht mehr, weil mir schon nach fünf Minuten eine bleischwere Müdigkeit die Lider schließen wollte. Aber … man wird älter und die Jahre wandeln nicht nur uns, sondern auch unseren Zugang zur Literatur. Also nochmal &#8222;<a href="https://www.projekt-gutenberg.org/fontane/effi/effi.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Effi Briest</a>&#8220; gelesen. Was soll ich sagen? Ich nehme alles zurück, was ich je Schlechtes über Fontane gesagt habe. Mir war vor allem nie aufgefallen, wieviel Humor der Typ hatte. Außerdem hat er in manchen Passagen gegendert. Und dann gibt&#8217;s auch bei Effi eine zentrale Passage, in der es um Scham geht. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Sie schob das Konvolut zurück und begann zu lesen, während sie sich in den Schaukelstuhl zurücklehnte. Aber sie kam nicht weit, die Zeilen entfielen ihr, und aus ihrem Gesicht war alles Blut fort. Dann bückte sie sich und nahm den Brief wieder auf. »Was ist Ihnen, liebe Freundin? Schlechte Nachrichten?« Effi nickte, gab aber weiter keine Antwort und bat nur, ihr ein Glas Wasser reichen zu wollen. Als sie getrunken, sagte sie: »Es wird vorübergehen, liebe Geheimrätin, aber ich möchte mich doch einen Augenblick zurückziehen … Wenn Sie mir Afra schicken könnten.«</p>
</blockquote>



<p>Fontane löst das ordentlich, finde ich. Hoffmann hat die reine Scham beschrieben. Bei Fontane ist es die Scham in der Öffentlichkeit – und die selbstbeherrschte junge Frau, die ihre Gefühle gut genug verbergen kann. Sie zahlt mit einer Depression, was am Ende des Buches ja zum zentralen Motiv wird. Auch die Wurschtigkeit der Welt. Und dann Innstetten, diese Figur, die alle so sehr verachten in der heutigen Betrachtung. Ich finde, er ist als Charakter mindestens ebenso tragisch wie Effi selbst. Die Moral von der Geschicht&#8216;: Es war noch nie ne gute Idee, zu genau, zu präzise und zu ausschließlich das zu tun, was sich gehört. Effi Briest kann man jedenfalls besser lesen, als ich vermutet hatte. Fontane war cool.</p>



<p>Dann über die Feiertage ins 20. Jahrhundert gesprungen und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Mann" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thomas Manns</a> &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_und_seine_Brüder" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Joseph und seine Brüder</a>&#8220; gelesen. Das ist ein ordentlicher Schinken, im letzten Teil – &#8222;Joseph, der Ernährer&#8220; – ist Thomas Mann ganz offensichtlich nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Das Exil setzt ihm zu. Vielleicht fehlt dem Stoff auch die nötige Energie, ich weiß es nicht. Aber in den ersten drei Teilen … was habe ich gelacht und seine Sprache gefeiert! Auch klatsche ich Beifall dafür, dass er den Plot einfach geklaut hat. Gut so! Es gibt einem die Freiheit, sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren. Abgefahren fand ich zum Beispiel Manns Meta-Interpretation der Laban-Episode. Er beschreibt sie als Gang in die Unterwelt. Heldenreise 101 und zwar ohne jede Subtilität. Laban ist der Teufel, sein Reich: die Hölle selbst. Laban ist Geizhals, reiner Homo oeconomicus und Betrüger. Dass er am Ende von Jakob abgezockt wird, geschieht nicht aus billiger Rache … </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>… sondern schlechthin, weil es sich so gehörte, dass zuletzt der betrügerische Teufel spottgründlich betrogen war.</p>
</blockquote>



<p>Das alles hat mich gewundert. So viel &#8222;<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Hero%27s_journey" target="_blank" rel="noreferrer noopener">monomyth</a>&#8220; in so einem so alten Schinken? Aber dann gegoogelt: David Campbell, dem wir den Begriff der &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heldenreise" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heldenreise</a>&#8220; verdanken, hat offenbar viel Thomas Mann gelesen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Joseph_Campbell" target="_blank" rel="noreferrer noopener">und mit dem Alten sogar korrespondiert</a>. Wusste ich nicht. Die ganzen Storytelling-Seminare hätte man sich sparen können, wenn man in Schule und Studium besser aufgepasst hätte. Tja. </p>



<p>Die nächste Anregung verdanke ich den geschätzten Kollegen Joachim Telgenbüscher und Nils Minkmar und ihrem Geschichtspodcast „<a href="https://wondery.com/shows/was-bisher-geschah/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Was bisher geschah</a>“, den ich sehr gerne höre. Vor allem Nils Minkmar verweist immer wieder auf die <a href="https://www.projekt-gutenberg.org/montaign/essay/chap001.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Essays</a> von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Michel_de_Montaigne" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Michel de Montaigne</a>, von denen ich über die Feiertage einige gelesen habe. Montaigne hat überhaupt die Form des Essays erfunden. Hätte ich wissen müssen, glaube ich. Wusste ich aber nicht. Seine Schriften sind natürlich noch viel, viel älter als die anderen Sachen in diesem Post. Montaigne wurde im selben Jahr geboren wie einer der Söhne Martin Luthers, das war vor fast 500 Jahren. Trotzdem: Montaigne kann man noch ganz gut lesen. Alles an seiner Schreibe ist in Gedanken, Thematik und Sprache durchdrungen vom Geist der Antike. Trotzdem ist das schon die Moderne zwischen all der alte Philosophie und aus der lateinischen Tradition stammenden Rhetorik. Montaigne war ein Sammler kurioser Anekdoten aus der Geschichte. Man könnte mehrere Staffeln unterhaltsamer Podcasts daraus machen. Kein Problem. Genau wie aus Ovid und was weiß ich noch wem. Er holt sich seine Argumente und Beispiele aber auch aus ganz gewöhnlichen Alltagsbeobachtungen. Etwa, wenn er darüber schreibt, dass er nichts hält von kleinen, schmutzigen Betrügereien. Fairplay und Ernsthaftigkeit müssen sein, selbst in kleinen Dingen. Warum? Es ist eine Frage des Gewissens. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Ich spiele meine Karten mit ebensoviel Überlegung um bloße Marken und rechne so scharf, als ob ich um Goldstücke spielte; selbst dann, wenn es mit meiner Frau und meinen Kindern gleichgültig ist, ob ich gewinne oder verliere, bin ich so genau, als wann es im Ernst ginge. Es ist mir durchgängig genug an meinen eigenen Augen, mich vor bösen Künsten zu hüten. Keine Fremden können mich so genau in Aufsicht halten. Es gibt auch keine anderen, für die ich größeren Respekt hätte.</p>
</blockquote>



<p>Was mir besonders gefallen hat: Montaigne war – zumindest in manchen Passgen – der Ansicht, dass eine hilfreiche Medizin am besten auch Freude, Genuss und Vergnügen bereiten muss. Erstens, weil man dann weniger Compliance-Probleme hat: Niemand vergisst die regelmäßige Einnahme des köstlich-süßen Hustensafts, der einem dank seiner 30 Prozent Alkohol in größter Geschwindigkeit dieses wohlige Gefühl in die Birne zu zaubern vermag! So hilft Genuss unserer Selbstdisziplin. Guter Punkt! Ein zweiter kommt dazu: Man fühlt sich einfach gut, wenn man was Schönes macht. Dieses gute Gefühl zum Leben beschleunigt die Heilung und gibt uns überhaupt einen Grund, wieder gesund werden zu wollen: Im Genuss versichern wir uns der Tatsache, dass das Leben schön ist und es sich lohnt, wieder auf die Beine zu kommen. Naja, so in der Art jedenfalls geht das bei Montaigne. Ich kann ihn empfehlen, hab seine Sachen gerne gelesen. </p>



<p>Und dann – von Montaigne war&#8217;s dorthin nur ein Katzensprung – nochmal in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Baltasar_Gracián" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gracians</a> &#8222;<a href="https://www.projekt-gutenberg.org/gracian/orakel/orakel.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Handorakel und Kunst der Weltklugheit</a>&#8220; geblättert. Das ist ein Buch, das man in kleinen Dosen lesen muss, finde ich. Darin stehen viele Sätze, die gut klingen. Manches ist trotzdem dummes Zeug, anderes immerhin ein interessanter Vorschlag. Zum Beispiel dies: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die artige Manier ist ein Taschendieb der Herzen.</p>
</blockquote>



<p>Will sagen: WIE man etwas sagt, ist manchmal wichtiger als, WAS man sagt. Sollte ich irgendwann einen Tageskalender mit klugen Zitaten schreiben müssen – dieser Satz ist auf jeden Fall dabei.</p>



<p> </p>
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		<title>Die perfekte Erinnerung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Nov 2024 11:31:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei unserem Podcast &#8222;Sag mal, du als Psychologin …&#8220; geht die dritte Staffel in die Schlussrunde: mit der letzten Folge Die perfekte Erinnerung. Wir sprechen dabei zunächst über das extrem spannende HSAM-Phänomen: Manche Menschen erinnern sich mühelos an jeden einzelnen Tag ihres Lebens. HSAM ist sehr selten, kommt aber vor. Bislang wurde es bei rund [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/die-perfekte-erinnerung/">Die perfekte Erinnerung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="766" height="1030" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/11/gebenhoerensagen-766x1030.jpg" alt="" class="wp-image-3801" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/11/gebenhoerensagen-766x1030.jpg 766w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/11/gebenhoerensagen-223x300.jpg 223w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/11/gebenhoerensagen-768x1033.jpg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/11/gebenhoerensagen-1142x1536.jpg 1142w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/11/gebenhoerensagen-1522x2048.jpg 1522w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/11/gebenhoerensagen-1115x1500.jpg 1115w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/11/gebenhoerensagen-524x705.jpg 524w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/11/gebenhoerensagen-scaled.jpg 1903w" sizes="(max-width: 766px) 100vw, 766px" /></figure>



<p>Bei unserem Podcast &#8222;Sag mal, du als Psychologin …&#8220; geht die dritte Staffel in die Schlussrunde: mit der letzten Folge <a href="https://www.audible.de/podcast/Flg-12-Die-perfekte-Erinnerung/B0DD7MYW4Y" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die perfekte Erinnerung</a>.</p>



<p>Wir sprechen dabei zunächst über das extrem spannende HSAM-Phänomen: Manche Menschen erinnern sich mühelos an jeden einzelnen Tag ihres Lebens. HSAM ist sehr selten, kommt aber vor. Bislang wurde es bei rund 100 Menschen weltweit nachgewiesen. Den aktuellen Stand der Forschung könnt Ihr nachlesen in <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s11065-024-09632-8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Highly Superior Autobiographical Memory (HSAM): A Systematic Review</a>.</p>



<p>Es gibt auch Menschen, die sich an fast jedes Gesicht erinnern, das sie schon einmal gesehen haben. Dieses Phänomen hat die Wissenschaft vergleichsweise häufig nachgewiesen. Wenn Ihr mehr dazu wissen wollt, könnt Ihr z.B. den Aufsatz <a href="https://link.springer.com/article/10.3758/PBR.16.2.252" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Super-recognizers: People with extraordinary face recognition ability</a> lesen.</p>



<p>Dass es mehr als 200 Formen von Erinnerung gibt, erzählt der inzwischen verstorbene Endel Tulving in seinem launigen Bericht <a href="https://psycnet.apa.org/record/2007-02165-003" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Are There 256 Different Kinds of Memory?</a>.</p>



<p>Wenn Ihr unsere Ausführungen über den Dreiklang aus Enkodierung, Konsolidierung und Abruf genauer nachlesen wollt: Bedient Euch gern <a href="https://peachf.org/images/Science/MemEncodingStorageRetrievalMcDermott.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>



<p>Die von uns erwähnte Demenz-Studie aus dem Altenheim findet Ihr <a href="https://www.nar.uni-heidelberg.de/pdf/newsletter/nl2010_02_seidl_etal.pdf">hier</a>.</p>



<p>Wie hat Ebbinghaus eigentlich seine berühmten Fantasiesilben gebildet? <a href="https://home.uni-leipzig.de/wundtbriefe/wwcd/opera/ebbing/memory/Gdaecht3.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier könnt Ihr’s bei ihm selbst nachschlagen</a>.</p>



<p>Dass seine &#8222;Vergessenskurve&#8220; noch heute funktioniert, verrät das Paper <a href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0120644" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Replication and Analysis of Ebbinghaus’ Forgetting Curve</a>.</p>



<p>Über Jan Born aus Tübingen und seine Arbeiten zu Schlaf und Gedächtnis habe ich vor einiger Zeit <a href="https://www.psychologie-heute.de/gesellschaft/artikel-detailansicht/40226-der-grenzgaenger.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ein Porträt im Auftrag von Psychologie Heute</a> geschrieben. Wir haben da, wie ich zugebe, in unserem Podcast nur an der Oberfläche gekratzt. </p>



<p>Elizabeth Loftus weiß seit den 1990er Jahren, dass wir uns an Geschehnisse erinnern können, die wir nie erlebt haben und dass man uns solche Erinnerungen relativ leicht einpflanzen kann. Einer ihrer frühen Aufsätze zu diesem Thema trägt den Titel <a href="https://www.myptsd.com/gallery/-pdf/1-96.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Formation of False Memories</a>.</p>



<p>Dies hier ist ein ganz interessanter Forschungsüberblick zum Thema „falsche Erinnerungen“: <a href="https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/09658211.2020.1870699#d1e195" target="_blank" rel="noreferrer noopener">What science tells us about false and repressed memories</a>. </p>



<p>Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich 2021 in Ann Arbor die damals <a href="https://www.newyorker.com/magazine/2021/04/05/how-elizabeth-loftus-changed-the-meaning-of-memory" target="_blank" rel="noreferrer noopener">aktuelle Ausgabe des New Yorker gelesen habe, in dem Elizabeth Loftus porträtiert wurde</a>. War das aufregend! Bei manchen Geschichten gibt es keine gute Alternative zu Papier. Dies hier war so eine. Ist digital natürlich trotzdem ne sensationelle Story.</p>



<p>Auf geht&#8217;s zum Streberfinale unserer Staffel! Der &#8222;Testungseffekt&#8220; besagt, dass wir Inhalte besser im Langzeitgedächtnis behalten, wenn wir beim Lernen Tests schreiben. Es handelt sich um einen sehr robust belegten Effekt. So steht es z.B. im Paper <a href="https://psycnet.apa.org/record/2021-24563-001" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Testing (quizzing) boosts classroom learning: A systematic and meta-analytic review</a>.</p>



<p>Wie soll man lernen? Mit Wiederholungen, die man auf clevere Art über den Terminkalender verteilt (&#8222;spaced repetition“). Dass man dafür am besten moderne Lern-Apps verwendet, zeigt etwa das PNAS-Paper <a href="https://www.pnas.org/doi/abs/10.1073/pnas.1815156116" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Enhancing human learning via spaced repetition optimization</a>.</p>



<p>Das war&#8217;s für diese Staffel. Danke an alle, die uns zugehört und ihren Freunden dann (hoffentlich begeistert) davon erzählt haben. Ohne Mundpropaganda können kleine Formate wie das unsere auf Dauer nicht überleben. <br></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/die-perfekte-erinnerung/">Die perfekte Erinnerung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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		<title>Die Psychologie der Authentizität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Nov 2024 17:02:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
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		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere neue Podcastfolge ist draußen, es geht um die Psychologie der Authentizität – und wie immer in Staffel 3 schulde ich Euch ein paar Links und Quellen dazu. Authentizität ist in den Augen der psychologischen Forschung (auch) ein Persönlichkeitsmerkmal. Manche Menschen sind tendenziell authentischer als andere. Wie viele andere Traits misst man das am einfachsten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/die-psychologie-der-authentizitaet/">Die Psychologie der Authentizität</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="679" height="330" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/11/Bildschirmfoto-2024-11-07-um-17.10.33.png" alt="" class="wp-image-3796" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/11/Bildschirmfoto-2024-11-07-um-17.10.33.png 679w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/11/Bildschirmfoto-2024-11-07-um-17.10.33-300x146.png 300w" sizes="(max-width: 679px) 100vw, 679px" /></figure>



<p>Unsere neue Podcastfolge ist draußen, es geht um <a href="https://www.audible.de/podcast/Flg-11-Authentizitaet-der-sechste-Sinn-fuer-Heimat/B0DD7P16FZ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Psychologie der Authentizität </a>– und wie immer in Staffel 3 schulde ich Euch ein paar Links und Quellen dazu. </p>



<p>Authentizität ist in den Augen der psychologischen Forschung (auch) ein Persönlichkeitsmerkmal. Manche Menschen sind tendenziell authentischer als andere. Wie viele andere Traits misst man das am einfachsten mit einem Fragebogen. In unserem Podcast verwenden wir dafür Auszüge aus dem <a href="https://amberaprice.com/wp-content/uploads/2022/05/Authenticity-Inventory.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Authenticity Inventory</a>, einem Klassiker in der Authentizitätforschung. </p>



<p>Verschiedene Studien haben gezeigt, dass ein authentisches Leben glücklich macht. Eine relativ neue Untersuchung dazu ist zum Beispiel die kanadische Studie <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/jopy.12753" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Authenticity, meaning in life, and life satisfaction: A multicomponent investigation of relationships at the trait and state levels</a>. </p>



<p>Wenn man uns vor die Wahl stellt, Geld mit nach Hause zu nehmen (zugegeben: übersichtliche Summen) oder eine Weile über uns selbst zu reden, dann verzichten viele Menschen auf das Geld. Wir lieben es, von uns selbst zu sprechen. Was dabei in unserem Gehirn vor sich geht, steht in der ausgesprochen klugen Studie <a href="https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.1202129109" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Disclosing information about the self is intrinsically rewarding</a>. Aus all dem kann man schließen: Authentizität schmeckt süß wie Butterkuchen.</p>



<p>Wenn wir bei einem Vortrag authentisch sind, sehen andere uns als bessere Führungskräfte. Authentisch wird man, wenn man sich vor der Rede klar macht, was eigentlich zählt im Leben, welche Werte einem wichtig sind. So steht es in <a href="https://journals.aom.org/doi/abs/10.5465/AMBPP.2017.58" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Authenticity Challenge: How a Value Affirmation Exercise Can Engender Authentic Leadership</a>. </p>



<p>Dass Self-Compassion uns authentischer macht, lernt man u.a. aus der Studie <a href="https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0146167218820914" target="_blank" rel="noreferrer noopener">A Compassionate Self Is a True Self? Self-Compassion Promotes Subjective Authenticity</a>.</p>



<p>Die Idee, dass Authentizität so etwas ist wie unser sechster Sinn für Heimat stammt letztlich – wenn auch anders formuliert – aus dem Paper <a href="https://www.southampton.ac.uk/~crsi/Schmader%20%20Sedikides%202018%20PSPR.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">State Authenticity as Fit to Environment: The Implications of Social Identity for Fit, Authenticity, and Self-Segregation</a>. </p>



<p>Erica Bailey von der UCBerkeley hat entdeckt, dass wir keine Ahnung haben, ob unsere Mitstudies sich authentisch verhalten oder nicht – zumindest im ersten Semester, wenn man einander noch nicht so gut kennt. So steht es in ihrem Aufsatz <a href="https://osf.io/preprints/psyarxiv/2e4cr" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Are you for Real? Perceptions of Authenticity are Not Accurate and Systematically Biased</a>.</p>



<p>Dass die Beziehung zwischen Ehrlichkeit und Authentizität einigermaßen kompliziert ist, belegt Erica Bailey in ihrem Paper <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S2352250X22001403" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Yours truly: On the complex relationship between authenticity and honesty</a>. </p>



<p>Die lustige Studie mit dem angeblichen &#8222;AB1-Gehirn&#8220; steht im Paper <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0191886920303548" target="_blank" rel="noreferrer noopener">To be or to appear to be: Evidence that authentic people seek to appear T authentic rather than be authentic</a>. </p>



<p>Erica Bailey hat in einer sehr philosophischen Studie gezeigt, dass die meisten Menschen glauben, gewissermaßen ein &#8222;Herz aus Schokolade&#8220; zu haben. Sie formuliert es etwas anders, aber im Kern sagt sie genau das. Das hat interessante Konsequenzen: Wir erscheinen anderen gerade dann etwas weniger authentisch, wenn wir uns komplett authentisch fühlen. Ihr Paper dazu heißt <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37856411/">Positive—More than unbiased—Self-perceptions increase subjective authenticity</a>. </p>



<p>Soviel für heute, Ihr Lieben, bleibt echt und meldet Euch gerne, falls Ihr bei einer Entscheidung <a href="https://www.jochen-metzger.de/angebot/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">jemanden braucht, der Euch weiterhilft</a>. </p>
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		<title>Neue Podcastfolge: das Gänsehaut-Gefühl, Awe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2024 09:41:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und wieder gibt&#8217;s bei &#8222;Sag mal, du als Psychologin …&#8220; ne neue Podcastfolge: das Gänsehaut-Gefühl – wie und wo wir es erleben und wie es uns menschlicher, entspannter und glücklicher macht. Barbara, Muriel und ich sprechen über eine lange vergessene Emotion, die seit einigen Jahren aber recht intensiv beforscht wird. Es handelt sich um das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/neue-podcastfolge-das-gaensehaut-gefuehl-awe/">Neue Podcastfolge: das Gänsehaut-Gefühl, Awe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1030" height="773" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Gipfel-Awe-1030x773.jpeg" alt="" class="wp-image-3785" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Gipfel-Awe-1030x773.jpeg 1030w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Gipfel-Awe-300x225.jpeg 300w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Gipfel-Awe-768x576.jpeg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Gipfel-Awe-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Gipfel-Awe-1500x1125.jpeg 1500w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Gipfel-Awe-705x529.jpeg 705w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Gipfel-Awe.jpeg 1600w" sizes="auto, (max-width: 1030px) 100vw, 1030px" /></figure>



<p>Und wieder gibt&#8217;s bei &#8222;Sag mal, du als Psychologin …&#8220; ne neue Podcastfolge: <a href="https://www.audible.de/podcast/Flg-10-Das-Gaensehaut-Gefuehl/B0DD7MZGB2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">das Gänsehaut-Gefühl</a> – wie und wo wir es erleben und wie es uns menschlicher, entspannter und glücklicher macht. </p>



<p>Barbara, Muriel und ich sprechen über eine lange vergessene Emotion, die seit einigen Jahren aber recht intensiv beforscht wird. Es handelt sich um das Gefühl, das uns überkommt, wenn wir die Gipfel der Alpen sehen, die Fjorde in Norwegen, ein Gewitter über der Nordsee. Im Englischen sagt man dazu &#8222;Awe&#8220;, was man im Deutschen etwas unbeholfen mit &#8222;Ehrfurcht&#8220; übersetzt. Diese Emotion ist ein großes Rätsel, sie macht etwas mit uns, so viel steht fest. Manche sehen in ihr eine Art Wundermittel der Emotionspsychologie, sie schenkt uns eine tiefe, weniger egoistische Form von Glück und Erfüllung. </p>



<p>Wir sprechen auch kurz über die Tatsache, dass ich die Forschung über Awe anfangs nicht besonders mochte, sie erschien mir wie ein Hype, da bin ich immer skeptisch. Das änderte sich, als ich kurz vor der Pandemie die Psychologin Kate Sweeny von der UC Riverside in Kalifornien besucht habe, um ein <a href="https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/40575-kate-sweeny-baendigt-die-sorgen.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Porträt über sie für Psychologie Heute</a> zu schreiben. Seither sehe ich diese Forschungsrichtung mit anderen Augen.</p>



<p>Die wichtigste Quelle zu unserer Folge war diesmal wieder ein Buch, nämlich &#8222;Awe: The Transformative Power of Everyday Wonder&#8220; von <a href="https://psychology.berkeley.edu/people/dacher-keltner" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dacher Keltner</a>, einem Psychologie-Professor von der UC Berkeley. Er ist der Vater der modernen Awe-Forschung. Das Buch ist noch nicht auf Deutsch erschienen. Es ist gut geschrieben, ich kann es empfehlen.</p>



<p>Wir sprechen in unserer Podcastfolge natürlich wieder über alle möglichen Studien. </p>



<p>Eine davon hat gezeigt, dass wir hilfsbereiter und weniger narzisstisch werden, wenn wir in die Natur gehen und uns ein paar Minuten lang majestätische Bäume betrachten. Warum? Weil sich in diesen Wow-Momenten unser Selbstbild verändert. Wir plustern uns dann weniger auf. Das &#8222;small self&#8220; ist ein ganz wunderbarer Effekt, den ich sehr mag. Nachlesen kann man all das im Aufsatz <a href="https://psycnet.apa.org/record/2015-21454-002" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Awe, the small self, and prosocial behavior</a>.</p>



<p>Das small self funktioniert offenbar nicht nur in der westlichen Welt. Das lehren uns die zum Teil sehr lustigen und originellen Studien in <a href="https://psycnet.apa.org/record/2017-20208-001" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Awe, the diminished self, and collective engagement: Universals and cultural variations in the small self</a>. </p>



<p>Dass Awe uns bescheidener macht, wissen wir aus dem Paper <a href="https://psycnet.apa.org/record/2017-37794-001" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Awe and humility</a>.</p>



<p>Was passiert dabei im Gehirn? Nun ja, es hat vermutlich etwas mit unserem Default Mode Network zu tun. Im Gehirn schreit unter Awe-Einfluss also nicht mehr so viel &#8222;ich-ich-ich&#8220;. So zumindest lässt sich die Studie <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/hbm.24616" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The neural correlates of the awe experience: Reduced default mode network activity during feelings of awe</a> interpretieren. </p>



<p>Die lustige Erkenntnis, dass all die Gänsehautmomente in Wahrheit nur sehr selten eine wirkliche Gänsehaut produzieren, verdanken wir dem Paper <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0167876020302683" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Piloerection is not a reliable physiological correlate of awe</a>.  </p>



<p>Werft noch einmal einen Blick auf das Alpen-Bild oben. Der Typ ganz rechts, das bin ich, und das ist kein Zufall. Ich steige für mein Leben gerne auf Berge, Kirchtürme und Aussichtsplattformen. Meine ganze Ursprungsfamilie macht das so. In der Recherche für unsere Folge habe ich entdeckt, dass das glücklich macht und zwar nicht nur mich. Der Ausblick von oben erzeugt ziemlich zuverlässige Awe-Momente, die uns wiederum dabei helfen, besser mit den vielen kleinen Ärgernissen und Problemen des Alltags klarzukommen. Awe senkt den Stress und macht uns zufriedener. So steht es im Paper <a href="https://www.gsm.pku.edu.cn/jingweirichangyaliyushenghuomanyidu.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Awe, Daily Stress, and Elevated Life Satisfaction</a>.</p>



<p>Toll fand ich auch die Studie mit den &#8222;Awe-Walks&#8220; älterer Menschen: Sie verlieren Woche für Woche mehr von ihrer Angst und Niedergeschlagenheit, wenn sie ihre Spaziergänge in einer bestimmten Haltung unternehmen, wenn sie dabei also bewusst staunen über die Schönheit und Wunder der Natur. Dokumentiert ist die Studie im Aufsatz <a href="https://psycnet.apa.org/record/2020-69974-001" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Big smile, small self: Awe walks promote prosocial positive emotions in older adults</a>.</p>



<p>So viel erstmal für heute. Ich hab bestimmt was vergessen. Wenn Ihr nach dem Hören des Podcasts noch offene Fragen an die Forschungsliteratur habt: <a href="mailto:coaching@jochen-metzger.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schreibt mir eine Mail</a>.</p>



<p>Wenn Ihr Euch <a href="https://www.jochen-metzger.de/ueber-mich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">für ein Coaching bei mir interessiert</a>, meldet Euch gerne. Wir treffen uns dann in meinen Räumen in Hamburg-Eppendorf oder per Zoom.</p>



<p></p>
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		<title>Neue Podcastfolge: Selbstmitgefühl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Oct 2024 08:53:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei &#8222;Sag mal, du als Psychologin …&#8220; gibt&#8217;s ne neue Podcastfolge: &#8222;Selbstmitgefühl – wie sorge ich gut für mich selbst?“ Nachdem die Folge davor zum Thema Synchronie sehr nerdy war, haben wir diesmal eine eher pädagogische Folge eingeschoben. Es geht um Selbstmitgefühl, also &#8222;Self-Compassion“, ein sehr seltsames Konzept in der Psychologie, wie ich finde. Man konnte [&#8230;]</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1030" height="863" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/self-compassion-1030x863.jpg" alt="" class="wp-image-3775" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/self-compassion-1030x863.jpg 1030w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/self-compassion-300x251.jpg 300w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/self-compassion-768x643.jpg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/self-compassion-1536x1286.jpg 1536w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/self-compassion-2048x1715.jpg 2048w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/self-compassion-1500x1256.jpg 1500w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/self-compassion-705x590.jpg 705w" sizes="auto, (max-width: 1030px) 100vw, 1030px" /></figure>



<p>Bei &#8222;<a href="https://www.audible.de/podcast/Sag-mal-du-als-Psychologin-Der-Podcast-Staffel-3/B0DD7N7ZZ2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sag mal, du als Psychologin …</a>&#8220; gibt&#8217;s ne neue Podcastfolge: &#8222;<a href="https://www.audible.de/podcast/Flg-9-Self-Compassion-wie-sorge-ich-gut-fuer-mich-selbst/B0DD7NY5V3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Selbstmitgefühl – wie sorge ich gut für mich selbst?</a>“</p>



<p>Nachdem die Folge davor <a href="https://www.audible.de/podcast/Flg-8-Sag-Wir-zu-Mir-Die-Magie-der-Synchronie/B0DD7KZPXJ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zum Thema Synchronie</a> sehr nerdy war, haben wir diesmal eine eher pädagogische Folge eingeschoben. Es geht um Selbstmitgefühl, also &#8222;Self-Compassion“, ein sehr seltsames Konzept in der Psychologie, wie ich finde. Man konnte in <a href="https://www.psychologie-heute.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Psychologie Heute</a> vor einigen Monaten <a href="https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/43020-die-streitbare-mitfuehlende.html">ein bemerkenswertes Porträt über die Erfinderin</a> lesen, das meine geschätzte Kollegin Annette Schäfer geschrieben hat. Lest da mal rein, ist wirklich interessant.</p>



<p>Man muss zugeben: Selbstmitgefühl ist ein großer Wurf. Man versteht das erst, wenn man zuvor einen Blick auf den älteren Begriff &#8222;Selbstwert“ (Self-Esteem) geworfen hat. Ich sage in der Folge irgendwann den Satz &#8222;Selbstwert ist für viele Menschen ein Regenschirm, der nur dann funktioniert, wenn die Sonne scheint.&#8220; Jeder kennt das, vermute ich mal: Wenn wir uns gut mit uns fühlen, gelingt auch vieles. Wenn wir uns nicht gut mit uns fühlen, gelingt vieles nicht.</p>



<p>Selbstmitgefühl dagegen funktioniert auch, wenn&#8217;s im Leben gerade regnet. Darin liegt der Reiz, der Charme, darin liegt die Kraft dieses Konzepts. Deshalb war&#8217;s unser Ziel, dass man die drei Elemente des Selbstmitgefühls aus unserem Podcast wirklich mit in den Alltag nehmen kann. Wir verraten konkrete Übungen, mit denen Self-Compassion (meistens) gelingt. Die Forschung zeigt allerdings, dass man die Folge vermutlich zwei oder drei Mal wird hören müssen, wenn man dadurch positive Effekte für sich erzielen will. Das schließe ich aus den Ergebnissen von <a href="https://self-compassion.org/wp-content/uploads/2020/09/Williamson2020.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Effects of a Self-Compassion Break Induction on Self-Reported Stress, Self-Compassion, and Depressed Mood</a>. Über diese Studie sprechen auch in der zweiten Hälfte unserer Folge.</p>



<p>Wenn Ihr eine Seminararbeit über Selbstmitgefühl schreiben wollt oder für Eure Coaching-Praxis ein bisschen Hintergrund braucht, dann empfehle ich Euch zum Einstieg den Forschungsüberblick <a href="http://Self-Compassion: Theory, Method, Research, and Intervention" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Self-Compassion: Theory, Method, Research, and Intervention</a>. Kristin Neff fasst darin rund 25 Jahre ihrer eigenen Forschung zusammen, wir haben für unsere Folge sehr viel aus diesem Paper gelernt und sehr viele weiterführende Einzelstudien gefunden.</p>



<p>Bei unserem Fragebogen haben wir zurückgegriffen auf Kristin Neffs Self-Compassion-Scale und ihr Paper <a href="https://self-compassion.org/wp-content/uploads/publications/empirical.article.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Development and validation of a scale to measure self-compassion</a>. Wenn Ihr den Test online machen wollt, findet Ihr die Fragen auch auf der Website von Kristin Neff, nämlich <a href="https://self-compassion.org/self-compassion-test/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>. </p>



<p>Wie kann man untersuchen, ob Selbstmitgefühl überhaupt hilft und welche Interventionen funktionieren? Wir reden da recht ausführlich über ein Experiment von Mark Leary und anderen. Die Studie <a href="https://self-compassion.org/wp-content/uploads/publications/LearyJPSP.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Self-Compassion and Reactions to Unpleasant Self-Relevant Events: The Implications of Treating Oneself Kindly</a> ist ein großer Hit in Wissenschaftskreisen und wurde entsprechend häufig zitiert.</p>



<p>Wie mache ich ein &#8222;Self-Compassion-Break&#8220;? Die Antwort findet Ihr zum Beispiel auf der Website von Kristin Neff unter der Überschrift <a href="https://self-compassion.org/exercises/exercise-2-self-compassion-break/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Exercise 2: Self-Compassion Break</a>.</p>



<p>Dann verweisen wir im Podcast natürlich auf unsere <a href="https://www.audible.de/podcast/Flg-6-Voll-beruehrt-von-Beruehrung/B0DD7NW3GK" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Folge zum Thema Oxytocin</a> und die <a href="https://www.audible.de/podcast/Flg-16-Gruebelschleifen-aufdroeseln/B09XHK1PKR" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Folge zum Thema Grübeln</a>. Wenn Ihr mehr über die Arbeiten von <a href="https://www.ethankross.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ethan Kross</a> lesen wollt, empfehle ich Euch sein Buch <a href="https://www.audible.de/pd/Chatter-Die-Stimme-in-deinem-Kopf-Hoerbuch/B09RX27XMT" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Chatter – Die Stimme in deinem Kopf</a>.</p>



<p>Wie Self-Compassion im Coaching funktioniert, hat man zum Beispiel an einigen Ärztinnen und Ärzten von der Stanford University getestet. Die Sache funktioniert ganz wunderbar, vier bis sechs Sitzungen genügen, um sehr gute Effekte zu erzielen. So steht es in der Studie <a href="https://www.mayoclinicproceedings.org/article/S0025-6196(22)00038-6/fulltext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Employer-Provided Professional Coaching to Improve Self-Compassion and Burnout in Physicians</a>.</p>



<p>Wenn Ihr –&nbsp;wie die Profis aus Stanford – ein paar Coaching-Stizungen buchen wollt, <a href="https://www.jochen-metzger.de/kontakt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">meldet Euch gerne</a> bei mir. </p>



<p></p>
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		<title>Neue Podcastfolge: die Magie der Synchronie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Oct 2024 12:47:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei &#8222;Sag mal, du als Psychologin …&#8220; gibt&#8217;s eine neue Podcastfolge: die Magie der Synchronie. Selbstgemachte Podcaststaffeln sind wie Pralinenschachteln: Alle Teile schmecken süß, aber manche mag man am Ende doch ein bisschen lieber als die anderen. Das hier ist ganz sicher eine meiner Lieblingsfolgen. Süß und very nerdy. Wenn Ihr Euch für Menschen interessiert [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="581" height="348" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Synchronie.jpg" alt="" class="wp-image-3762" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Synchronie.jpg 581w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Synchronie-300x180.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 581px) 100vw, 581px" /></figure>



<p>Bei &#8222;Sag mal, du als Psychologin …&#8220; gibt&#8217;s eine neue Podcastfolge: <a href="https://www.audible.de/podcast/Flg-8-Sag-Wir-zu-Mir-Die-Magie-der-Synchronie/B0DD7KZPXJ">die Magie der Synchronie</a>.</p>



<p>Selbstgemachte Podcaststaffeln sind wie Pralinenschachteln: Alle Teile schmecken süß, aber manche mag man am Ende doch ein bisschen lieber als die anderen. Das hier ist ganz sicher eine meiner Lieblingsfolgen. Süß und very nerdy. Wenn Ihr Euch für Menschen interessiert und das, was sie miteinander verbindet: Hört sie Euch an. </p>



<p>Hier geht&#8217;s zu unseren Quellen.</p>



<p>Wenn Ruderer im Gleichtakt rudern, verändert sich etwas in ihrem Gehirn: Sie werden unempfindlicher gegen Schmerzen. Wo hat man das festgestellt? Natürlich in Oxford! Publiziert wurden die Funde in der Studie <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2817271/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rowers&#8216; high: behavioural synchrony is correlated with elevated pain thresholds</a>.</p>



<p>Ähnliche Effekte sieht man auch, wenn jemand laut &#8222;Fuck!&#8220; oder &#8222;Scheiße!&#8220; ruft. Darüber reden wir –&nbsp;ich finde: unterhaltsam –&nbsp;in unserer Folge <a href="https://www.audible.de/podcast/Flg-21-Fluchen-fuer-den-Frieden/B0BSG2965K?" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fluchen für den Frieden</a>. </p>



<p>Was beim Rudern klappt, funktioniert auch beim Tanzen. Sobald wir im Gleichtakt mit anderen tanzen, werden wir unempfindlicher für Schmerzen. Ganz abgefahren! Auch diese Erkenntnis verdanken wir der Gruppe von Robin Dunbar, diesmal dem Paper <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4985033/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Silent disco: dancing in synchrony leads to elevated pain thresholds and social closeness</a>.</p>



<p>Dass all das vermutlich an einer Ausschüttung von Endorphinen liegt, zeigt (wieder aus der Dunbar-Gruppe) die Studie <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s40750-017-0067-y#:~:text=By%20using%20naltrexone%20to%20block,endorphins%20which%20elevate%20pain%20threshold." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Naltrexone Blocks Endorphins Released when Dancing in Synchrony</a>. </p>



<p>Robin Dunbars Thesen über das &#8222;Lausen auf Distanz&#8220; haben wir in unserer <a href="https://www.audible.de/podcast/Flg-22-Wer-sind-gute-Freunde-und-woher-kriege-ich-sie/B09XHHXZRN?" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Podcast-Folge über Freundschaft</a> besprochen. </p>



<p>Der Synchronie beim Sport unterliegt heute oft einem Konkurrenzmotiv. Abwehrspieler beim Fußball synchronisieren ihre Bewegungen mit denen der Stürmer, um deren Moves besser vorhersagen zu können. Dasselbe sieht man beim Kampfsport, etwa beim Boxen. Es gibt sehr krasse Forschung dazu, etwa <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5623900/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier, nur so als Beispiel</a>. Wir gehen im Podcast nur kurz darauf ein. Ich habe <a href="https://www.psychologie-heute.de/gesellschaft/artikel-detailansicht/43403-wir-wir-wesen.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in einem Artikel für Psychologie Heute</a> darüber spekuliert, dass die Kräfte von … ja … ich sag mal pathetisch: Liebe dieses oberflächlichen Konkurrenzmotiv immer wieder schlagen und überschreiben. Synchronie verbindet, ob man will oder nicht. Man synchronisiert sich niemals kostenlos. Drum: Obacht, mit wem man das macht.</p>



<p>Die ganz wunderbare Studie aus Neuseeland mit dem Sammeln von Unterlegscheiben (washers) nach der Stadionrunde im Gleichschritt könnt Ihr nachlesen im Paper <a href="https://www.nature.com/articles/s41598-017-18023-4" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Synchrony and Physiological Arousal Increase Cohesion and Cooperation in Large Naturalistic Groups</a>.</p>



<p>Hinweise auf ein gutes Tanztempo für Synchronie-Effekte liefert die schöne Studie <a href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0164783" target="_blank" rel="noreferrer noopener">One in the Dance: Musical Correlates of Group Synchrony in a Real-World Club Environment</a>.</p>



<p>Die in der Forschung sehr einflussreiche Stanford-Studie aus dem Jahr 2009 trägt den Titel <a href="https://www.researchgate.net/publication/23800252_Synchrony_and_Cooperation" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Synchrony and cooperation</a>. </p>



<p>Um einen ersten Einblick zu bekommen in die Arbeiten zur Behavioral Mimicry, liest man zum Beispiel den Forschungsüberblick im Beitrag <a href="https://www.researchgate.net/publication/318982303_From_mimicry_to_morality_The_role_of_prosociality" target="_blank" rel="noreferrer noopener">From mimicry to morality: The role of prosociality, in: Moral psychology: Virtue and character</a>. Tanya Chartrand ist die Meisterin dieser Forschungslinie und Co-Autorin des genannten Papers.</p>



<p>Wie wichtig Synchronie in der Psychotherapie ist, zeigen etwa die Arbeiten <a href="https://psync.ch/wp-content/uploads/2014/11/08ramseyer_f.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Synchronisation nonverbaler Interaktion in der Psychotherapie</a> und <a href="https://boris.unibe.ch/135581/8/Tschacher-Meier-2019-postprint.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Physiological synchrony in psychotherapy sessions</a>.</p>



<p>Es gibt biologische Supersynchronizer –&nbsp;das sind Menschen, in die sich beim Speeddating fast alle verlieben. Ein sehr interessantes Phänomen, das meines Wissens erst kürzlich entdeckt wurde. Wir werden in den kommenden Jahren sicher noch mehr darüber erfahren. Die aktuelle Forschung dazu steht im Paper <a href="https://www.nature.com/articles/s41598-022-08582-6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bio-behavioral synchrony is a potential mechanism for mate selection in humans</a>.</p>



<p>Wie sich beim gemeinsamen Handeln ein &#8222;fragiles Wir&#8220; bildet, zeigt <a href="https://www.researchgate.net/publication/6156765_Judging_and_Actualizing_Intrapersonal_and_Interpersonal_Affordances" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Judging and Actualizing Intrapersonal and Interpersonal Affordances</a>.</p>



<p>Mein Lieblingspaper über die dunkle Seite der Synchronie ist <a href="https://royalsocietypublishing.org/doi/pdf/10.1098/rstb.2019.0432" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The cultural evolutionary trade-off of ritualistic synchrony</a> von Michele Gelfand und anderen. </p>



<p>Ihr wollt die Psychologie synchroner Bewegung als Führungskraft nutzen? Wir können im Coaching gerne darüber reden. <a href="https://www.jochen-metzger.de/angebot/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ruft an oder schreibt mir einfach eine Mail</a>.</p>



<p>Und wenn Euch unser Podcast gefällt: Empfehlt ihn weiter. Am besten mehreren Menschen, das hilft uns sehr. Je mehr Menschen den Podcast hören, desto besser die Chancen auf eine weitere Staffel. Vielen Dank!</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/neue-podcastfolge-die-magie-der-synchronie/">Neue Podcastfolge: die Magie der Synchronie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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		<title>Quellen und Links zur Podcastfolge „Loslassen“ aus der Reihe „Sag mal, du als Psychologin …“, Folge III/7</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Oct 2024 15:30:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier kommen die Quellen und Links zur Podcastfolge „Loslassen statt Festklammern“ aus der Reihe „Sag mal, du als Psychologin …“, Folge III/7. Das Thema &#8222;Loslassen&#8220; ist mir während meiner Zeit bei den Frauenzeitschriften immer mächtig auf den Zeiger gegangen. Was ich da zu lesen bekam, erschien mir meist zu oberflächlich und zu unberührt von aller psychologischen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/quellen-und-links-zur-podcastfolge-loslassen-aus-der-reihe-sag-mal-du-als-psychologin-folge-iii-7/">Quellen und Links zur Podcastfolge „Loslassen“ aus der Reihe „Sag mal, du als Psychologin …“, Folge III/7</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="784" height="563" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Loslassen.jpg" alt="" class="wp-image-3754" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Loslassen.jpg 784w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Loslassen-300x215.jpg 300w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Loslassen-768x552.jpg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/10/Loslassen-705x506.jpg 705w" sizes="auto, (max-width: 784px) 100vw, 784px" /></figure>



<p>Hier kommen die Quellen und Links zur Podcastfolge „<a href="https://www.audible.de/podcast/Flg-7-Loslassen-statt-Festklammern/B0DD7LHRXC" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Loslassen statt Festklammern</a>“ aus der Reihe „<a href="https://www.audible.de/podcast/Sag-mal-du-als-Psychologin-Der-Podcast-Staffel-3/B0DD7N7ZZ2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sag mal, du als Psychologin …</a>“, Folge III/7.</p>



<p>Das Thema &#8222;Loslassen&#8220; ist mir während meiner Zeit bei den Frauenzeitschriften immer mächtig auf den Zeiger gegangen. Was ich da zu lesen bekam, erschien mir meist zu oberflächlich und zu unberührt von aller psychologischen Forschung. </p>



<p>Nun hat mir das Leben seither mehrere Gelegenheiten geboten, mich von Zielen, Wünschen und Selbstkonzepten zu verabschiede. Im Privaten war das so, im Beruflichen ebenfalls. Was aber geschieht, wenn ich mich von einem alten Ziel ablöse? Wie finde ich danach ein neues Ziel? Warum fühle ich mich dabei manchmal so rat- und orientierungslos? Warum ist das oft so ein schmerzhafter Prozess? Genau darum geht&#8217;s in unserer neuen Podcast-Folge. Wer ein Audible-Abo hat, hört sie umsonst. </p>



<p>Nun zu den wissenschaftlichen Quellen. Jutta Heckhausens Löwen-Zitat haben wir gefunden in ihrem Paper <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2820305/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">A Motivational Theory of Life-Span Development</a>. </p>



<p>Die Erwartungs-mal-Wert-Formel ist so fundamental, dass ich hier mal locker auf den entsprechenden <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erwartung-mal-Wert-Modell" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikipedia-Eintrag</a> verlinke. </p>



<p>Den Fragebogen zum Sunk-Cost-Effect haben wir geklaut aus dem Aufsatz <a href="https://docs.iza.org/dp14257.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Evaluating the Sunk Cost Effect</a>.</p>



<p>Dass Intelligenz und Persönlichkeit nichts mit dem Sunk-Cost-Effect zu tun haben, lernt man aus der Studie <a href="https://surface.syr.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1300&amp;context=honors_capstone" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Investigating How Resource and Situation Type Inflfluence the Sunk-Cost Fallacy</a>. Von den wirksamen Gegenmitteln berichtet zum Beispiel dieser Artikel im <a href="https://hbr.org/2021/07/how-susceptible-are-you-to-the-sunk-cost-fallacy" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Harvard Business Review</a>. Dass Achtsamkeit ebenfalls hilft, verrät der Aufsatz <a href="https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0956797613503853" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Debiasing the Mind Through Meditation: Mindfulness and the Sunk-Cost Bias</a>.</p>



<p>Ich hab auch mal für Psychologie Heute ein paar Absätze über den Sunk-Cost-Effekt geschrieben, zum Beispiel in meinem <a href="https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/38984-wir-irren-uns-haeufig.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Interview mit dem ehrwürdigen Sozialpsychologen Richard Nisbett</a>, den ich bei meinem allerersten Besuch in Ann Arbor getroffen habe. Lang ist&#8217;s her.</p>



<p>Dann kommen wir zum Begriff der &#8222;Handlungskrise&#8220;, den <a href="https://www.psychologie.uzh.ch/de/bereiche/sob/motivation/team/vbm.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Veronika Brandstätter</a> von der Uni Zürich ins Spiel der psychologischen Forschung gebracht hat. Ich mag den Begriff sehr, denn man steckt in solchen Phasen tatsächlich in einer Krise und weiß nicht, was man eigentlich tun oder lassen soll. Die Meisterin hat vor wenigen Jahren einen wirklich tollen Forschungsüberblick dazu geschrieben, aus dem wir für unsere Folge sehr viel gelernt haben. Er heißt <a href="https://www.annualreviews.org/docserver/fulltext/psych/73/1/annurev-psych-020821-110710.pdf?expires=1727961155&amp;id=id&amp;accname=guest&amp;checksum=A301C396FAD68171D1DBED008AB25C3E" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Persistence and Disengagement in Personal Goal Pursuit</a>.</p>



<p>Das Zitat mit der Handlungskrise als &#8222;psychischem Erdbeben&#8220; haben wir aus dem Aufsatz <a href="https://emergingtrends.stanford.edu/files/original/f0587a414d37b907de9910b51c5aab131987cf30.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Holding On or Letting Go? Persistence and Disengagement in Goal Striving</a>.</p>



<p>Die von uns erwähnte Tischtennis-Studie findet Ihr im Paper <a href="https://kops.uni-konstanz.de/server/api/core/bitstreams/11d826cc-43b2-4c2f-8222-e63adacd1eeb/content" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Action crisis and cost–benefit thinking: A cognitive analysis of a goal-disengagement phase</a>. </p>



<p>Am Ende berichten wir von einem überraschenden Fund. Wir denken: Wenn ich ein neues Ziel gefunden habe, dann geht&#8217;s mir auch wieder besser. Tatsächlich läuft es eher umgekehrt. Erst geht&#8217;s uns wieder besser –&nbsp;und plötzlich haben wir auch wieder neue Ziele. So steht es in der Studie <a href="https://bpb-us-e1.wpmucdn.com/sites.northwestern.edu/dist/2/7394/files/2023/05/Haase-et-al.-2021-Mot-Sci.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Well-Being as a Resource for Goal Reengagement: Evidence From Two Longitudinal Studies</a>. Übrigens: Im Kleinen kann man diesen Tanz der Psyche immer wieder erleben. Erst muss man vernünftig essen und sich ausschlafen – dann kommt der Rest oft von selbst. </p>



<p>Was bleibt unterm Strich? Loslassen tut weh. Es folgt einem bestimmten Fahrplan. Irgendwann findet man neue Ziele. So sieht&#8217;s aus.</p>



<p>Wenn Du Dir bei so einem Prozess jemanden wünschst, der Dich dabei begleitet und unterstützt: <a href="https://www.jochen-metzger.de/kontakt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ruf mich gerne an oder schreib mir eine Mail</a> –&nbsp;und wir sehen uns im Coaching. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/quellen-und-links-zur-podcastfolge-loslassen-aus-der-reihe-sag-mal-du-als-psychologin-folge-iii-7/">Quellen und Links zur Podcastfolge „Loslassen“ aus der Reihe „Sag mal, du als Psychologin …“, Folge III/7</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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		<title>Quellen und Links zur Podcastfolge „Voll berührt von Berührung“ aus der Reihe „Sag mal, du als Psychologin …“, Folge III/6</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2024 09:32:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Los geht&#8217;s mit den Quellen und Links zur Podcastfolge „Voll berührt von Berührung“ aus der Reihe „Sag mal, du als Psychologin …“, Folge III/6&#8243;. Machen wir uns nix vor: Umarmungen sind toll. Für die meisten, nicht für alle. Wie das alles mit Oxytocin zusammenhängt, das war mir lange Zeit entweder nicht klar oder ich hab&#8217;s nicht [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/quellen-und-links-zur-podcastfolge-voll-beruehrt-von-beruehrung-aus-der-reihe-sag-mal-du-als-psychologin-folge-iii-6/">Quellen und Links zur Podcastfolge „Voll berührt von Berührung“ aus der Reihe „Sag mal, du als Psychologin …“, Folge III/6</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1030" height="854" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/CDF-1030x854.jpg" alt="" class="wp-image-3746" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/CDF-1030x854.jpg 1030w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/CDF-300x249.jpg 300w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/CDF-768x636.jpg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/CDF-1536x1273.jpg 1536w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/CDF-2048x1697.jpg 2048w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/CDF-1500x1243.jpg 1500w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/CDF-705x584.jpg 705w" sizes="auto, (max-width: 1030px) 100vw, 1030px" /></figure>



<p>Los geht&#8217;s mit den Quellen und Links zur Podcastfolge „<a href="https://www.audible.de/podcast/Flg-6-Voll-beruehrt-von-Beruehrung/B0DD7NW3GK" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Voll berührt von Berührung</a>“ aus der Reihe „<a href="https://www.audible.de/podcast/Sag-mal-du-als-Psychologin-Der-Podcast-Staffel-3/B0DD7N7ZZ2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sag mal, du als Psychologin …</a>“, Folge III/6&#8243;.</p>



<p>Machen wir uns nix vor: Umarmungen sind toll. Für die meisten, nicht für alle. Wie das alles mit Oxytocin zusammenhängt, das war mir lange Zeit entweder nicht klar oder ich hab&#8217;s nicht geglaubt. Naja. Die Zeit war gekommen, daran was zu ändern. Wissenschaftsjournalismus ist ja immer auch Luxus: Man folgt dabei der eigenen Neugier und beschäftigt sich mit Sachen, die man schon immer genauer verstehen wollte. Jetzt wissen Barbara, Muriel und ich ein bisschen mehr darüber – und das Beste an diesem neuen Wissens teilen wir in dieser Folge mit Euch :-).</p>



<p>Am Anfang reden wir eine ganze Weile über eine Studie, die eine Art &#8222;Weltatlas der Berührung&#8220; erstellt hat. Dass wir in Deutschland den Weltpokal im &#8222;Einander-den-Arm-um-die-Schultern-legen&#8220; errungen haben, ahnt man nicht erst seit den romantischen Gemälden von Caspar David Friedrich (siehe oben), man findet es auch empirisch belegt im Paper <a href="https://gala.gre.ac.uk/id/eprint/35890/3/35890_JIANG_Affective_interpersonal_touch.pdf">Affective Interpersonal Touch in Close Relationships: A Cross-Cultural Perspective</a>. In &#8222;Figure 2&#8220; seht Ihr dort auch die Piktogramme, mit denen man den Menschen erklärt hat, worum&#8217;s dabei eigentlich geht.</p>



<p>Paare, die einander viel berühren, sind glücklicher, umgekehrt leidet unsere Gesundheit, wenn Berührung fehlt. Beispielhaft zitiere ich hier mal dazu den Forschungsüberblick im Paper “<a href="https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/14747049211056159" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Touch Me If You Can!”: Individual Differences in Disease Avoidance and Social Touch</a>&#8220; in &#8222;Evolutionary Psychology“.</p>



<p>Sehr viele Details unserer Folge – auch über verschiedene Interventionen – könnt Ihr in der ziemlich neuen Meta-Analyse &#8222;<a href="https://www.nature.com/articles/s41562-024-01841-8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">A systematic review and multivariate meta-analysis of the physical and mental health benefits of touch interventions</a>&#8220; nachlesen. </p>



<p>Wie oft muss man jemanden umarmen, um weniger gestresst zu sein? Eine Antwort liefert die Studie &#8222;<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10094596/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hugs and Cortisol Awakening Response the Next Day: An Ecological Momentary Assessment Study</a>“.</p>



<p>Unseren Berührungs-Fragebogen haben wir geborgt aus der Dissertation &#8222;<a href="https://asset.library.wisc.edu/1711.dl/7AAQ2JDNNBKIR9B/R/file-f9b53.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Individual Differences in Comfort with Interpersonal Touch and the Effects of Nonverbal Social Influence in Consumer Contexts</a>&#8220; von Andrea Webb Luangrath von der University of Wisconsin-Madison.</p>



<p>Berührungen sorgen für höhere Trinkgelder im Restaurant. So steht&#8217;s in der klassischen Studie &#8222;<a href="https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0146167284104003" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Midas Touch: The Effects of Interpersonal Touch on Restaurant Tipping</a>“. </p>



<p>Danach reden wir über diverse Studien von <a href="https://artsandsciences.syracuse.edu/people/faculty/jakubiak-brett-k/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bret Jakubiak</a> von der Syracuse University. Ihr Vortrag auf der SPSP-Konferenz 2022 hat das ganze Thema für mich erst so richtig auf den Plan gebracht. Danach wusste ich: Darüber werd ich irgendwann ne größere Geschichte schreiben. Oder ne längere Podcastfolge machen. Und so ist es jetzt auch wirklich gekommen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Wie schnell oder langsam muss uns jemand streicheln, damit wir das als angenehm empfinden? Die Antwort findet Ihr zum Beispiel in dem tüchtigen Forschungsüberblick <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s10919-024-00464-x">The Functions of Human Touch: An Integrative Review</a>.</p>



<p>So. Jetzt Oxytocin. Die Karriere dieses Stoffes im Verlauf der Evolution und überhaupt die ganze Debatte um Oxytocin vs. Endorphine kann man nachlesen im großartigen Buch Robin Dunbar: &#8222;Friends: Understanding the Power of our Most Important Relationships&#8220;. Ich hab&#8217;s nicht verlinkt, Ihr findet das Buch auch so. </p>



<p>Viele der <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1365-2826.1994.tb00579.x" target="_blank" rel="noreferrer noopener">frühen Wühlmaus-Studien zu Oxytocin und Partnerbindung</a> stammen aus dem Labor von <a href="https://news.iu.edu/live/profiles/223-c-sue-carter" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sue Carter</a>.</p>



<p>Wir sprechen danach über drei vielzitierte Oxytocin-Studien von der Uni Zürich. Die eine fand eine Verbindung von <a href="https://www.nature.com/articles/nature03701" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Oxytocin und Vertrauen</a>. Die zweite zeigte, dass <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0006322303004657" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Oxytocin unseren Stress senkt</a>, die dritte, dass Paare durch Gaben von Oxytocin <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0006322308012407" target="_blank" rel="noreferrer noopener">positiver miteinander kommunizieren</a>. Wie schon gesagt: Diese Studien haben ne Menge Widerhall gefunden. Heute sieht man das alles weniger enthusiastisch. Die Sache ist viel komplizierter und unklarer, als meine Medien-Kolleginnen und -Kollegen das noch vor einigen Jahren geglaubt und verkündet haben.</p>



<p>Ich hatte noch einen längeren Exkurs geplant zu Oxytocin-Ausschüttungen unter dem Einfluss von MDMA. Long story short: MDMA sorgt dafür, dass unser Körper große Mengen von Oxytocin freisetzt. Subjektiv empfinden wir sehr viel Liebe zu unseren Mitmenschen, solange die Substanz wirkt. Die Effekt sind stärker als bei Menschen, denen man Oxytocin direkt verabreicht. Zumindest in der Studie &#8222;<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0306453014001255">Plasma oxytocin concentrations following MDMA or intranasal oxytocin in humans</a>“.</p>



<p>Was es auch nicht in unsere Podcastfolge geschafft hat (&#8222;too nerdy!&#8220;), war die Frage, ob Oxytocin die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann. Oxytocin wirkt ja an vielen, vielen Stellen im Körper – aber eben auch im Gehirn. Es ist Hormon und Neurotransmitter zugleich. Tja. Wenn jemand sein Verhalten verändert, weil er oder sie sich Oxytocin per Nasenspray verabreicht hat, dann scheint da ja irgendwas im Gehirn zu passiert. Aber geht das wirklich? Gelangt der Stoff überhaupt dorthin? Die meisten Fachleute sagen: Nö, Oxytocin kann die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden. Es gibt allerdings einige neuere Paper, die behaupten: <a href="https://www.nature.com/articles/s42003-020-0799-2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vielleicht geht es doch</a>, wir haben nur die Mechanismen dahinter nicht richtig verstanden. Tja. Wer braucht diese Info? Keine Ahnung. Ich hau&#8217;s trotzdem mal raus, weil ich&#8217;s interessant fand. Die Dinge sind –&nbsp;wie so oft –&nbsp;komplizierter, als man sich das gedacht hat und sie sind sicher VIEL komplizierter, als sie uns gerne verkauft werden. </p>



<p>Trotzdem: Verschenkt Umarmungen, sie tun gut und stiften Freundschaft, egal, ob das jetzt am Oxytocin liegt oder am β-Endorphin, wie Robin Dunbar glaubt. β-Endorphin ist eh ein krasser Stoff, eine harte Droge. Man würde für den Verkauf auf dem Wochenmarkt im Knast landen –&nbsp;unser Körper produziert das Zeug selbst und zwar ganz umsonst. Seltsame Welt.</p>



<p>Macht&#8217;s gut!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/quellen-und-links-zur-podcastfolge-voll-beruehrt-von-beruehrung-aus-der-reihe-sag-mal-du-als-psychologin-folge-iii-6/">Quellen und Links zur Podcastfolge „Voll berührt von Berührung“ aus der Reihe „Sag mal, du als Psychologin …“, Folge III/6</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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		<title>Quellen und Links zur Podcastfolge „Selbsthilfe aus der Umzugskiste“ aus der Reihe „Sag mal, du als Psychologin …“, Folge III/5</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2024 08:54:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier kommen die Quellen und Links zur Podcastfolge „Selbsthilfe aus der Umzugskiste“ von „Sag mal, du als Psychologin …“. Tja. diesmal besteht meine Literaturliste lediglich aus zwei Buchtipps. Wir haben für diese Folge sehr viel gelernt aus &#8222;Biografisches Arbeiten und Lebensrückblick in der Psychotherapie. Ein Praxishandbuch&#8220; von Barbara Rabaioli-Fischer. Das Buch ist keine lockere Bettlektüre, aber [&#8230;]</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1030" height="773" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/D-J-D-1030x773.jpg" alt="" class="wp-image-3737" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/D-J-D-1030x773.jpg 1030w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/D-J-D-300x225.jpg 300w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/D-J-D-768x576.jpg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/D-J-D-1536x1152.jpg 1536w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/D-J-D-2048x1536.jpg 2048w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/D-J-D-1500x1125.jpg 1500w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/D-J-D-705x529.jpg 705w" sizes="auto, (max-width: 1030px) 100vw, 1030px" /></figure>



<p>Hier kommen die Quellen und Links zur Podcastfolge „<a href="https://www.audible.de/podcast/Flg-5-Biografiearbeit-Selbsthilfe-aus-der-Umzugskiste/B0DD7M5XJR" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Selbsthilfe aus der Umzugskiste</a>“ von „Sag mal, du als Psychologin …“. Tja. diesmal besteht meine Literaturliste lediglich aus zwei Buchtipps.</p>



<p>Wir haben für diese Folge sehr viel gelernt aus &#8222;<a href="https://www.hogrefe.com/de/shop/biografisches-arbeiten-und-lebensrueckblick-in-der-psychotherapie-66634.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Biografisches Arbeiten und Lebensrückblick in der Psychotherapie. Ein Praxishandbuch</a>&#8220; von Barbara Rabaioli-Fischer. Das Buch ist keine lockere Bettlektüre, aber wer anderen und sich selbst mit biografischen Methoden helfen möchte, findet darin sehr viele Anregungen. </p>



<p>Im zweiten Teil unserer Folge reden wir dann über die Narrative Expositionstherapie (NET). Das für uns wichtige Buch dazu trägt den Namen &#8222;<a href="https://www.hogrefe.com/de/shop/narrative-expositionstherapie-net-93790.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Narrative Expositionstherapie (NET)</a>“. Geschrieben haben das Werk Frank Neuner, Claudia Catani und Maggie Schauer.</p>



<p>Ich habe mich zur Vorbereitung länger mit <a href="http://psychotherapie-rabaioli.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Barbara Rabaioli-Fischer</a> und <a href="https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/psychologie/abteilung/arbeitseinheiten/11/team/leitung/neuner/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Prof. Frank Neuner</a> unterhalten und möchte mich bei beiden herzlich bedanken. </p>



<p>Und liebe Grüße an meine Lehrerin Irmi, meine Klassenkameraden Derek und Dragan und den Rest meiner alten Grundschulklasse. Oben im Bildausschnitt seht Ihr Dragan, mich und Derek, wie wir eine dreiköpfige Fußball-Mannschaft nachstellen. Was für nette Kinder wir waren!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/quellen-und-links-zur-podcastfolge-selbsthilfe-aus-der-umzugskiste-aus-der-reihe-sag-mal-du-als-psychologin-folge-iii-5/">Quellen und Links zur Podcastfolge „Selbsthilfe aus der Umzugskiste“ aus der Reihe „Sag mal, du als Psychologin …“, Folge III/5</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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		<title>Quellen und Links zur Podcastfolge „Clash der Generationen“ aus der Reihe „Sag mal, du als Psychologin …“, Folge III/4</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 09:57:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leute, die Zeit fliegt, Folge 4 ist seit heute draußen und heißt &#8222;Clash der Generationen“. Barbara, Muriel und ich reden dabei über die Unterschiede und angeblichen Konflikte zwischen Boomern und Gen-Z und ähnliche Dinge. Naja. Hier kommen unsere wichtigsten Quellen, falls Ihr Euch die Sache in größerer Tiefe angucken wollt. Am Anfang vergleichen wir die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/quellen-und-links-zur-podcastfolge-clash-der-generationen-aus-der-reihe-sag-mal-du-als-psychologin-folge-iii-4/">Quellen und Links zur Podcastfolge „Clash der Generationen“ aus der Reihe „Sag mal, du als Psychologin …“, Folge III/4</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="804" height="574" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/Altvsjung.jpg" alt="" class="wp-image-3726" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/Altvsjung.jpg 804w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/Altvsjung-300x214.jpg 300w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/Altvsjung-768x548.jpg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/Altvsjung-260x185.jpg 260w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2024/09/Altvsjung-705x503.jpg 705w" sizes="auto, (max-width: 804px) 100vw, 804px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Jungen gegen die Alten? Dürer hat jedenfalls beide gemalt.&nbsp;</figcaption></figure>



<p>Leute, die Zeit fliegt, Folge 4 ist seit heute draußen und heißt &#8222;<a href="https://www.audible.de/podcast/Flg-4-Clash-der-Generationen/B0DD7KPZBJ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Clash der Generationen</a>“. Barbara, Muriel und ich reden dabei über die Unterschiede und angeblichen Konflikte zwischen Boomern und Gen-Z und ähnliche Dinge. Naja. Hier kommen unsere wichtigsten Quellen, falls Ihr Euch die Sache in größerer Tiefe angucken wollt.</p>



<p>Am Anfang vergleichen wir die <a href="https://www.stiftung-spi.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/veroeffentlichungen/E_und_C/Hurrelmann_Albert_2002_Shell_Jugendstudie.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Shell-Jugendstudie aus den frühen Nullerjahren</a> mit der <a href="https://www.shell.de/about-us/initiatives/shell-youth-study/_jcr_content/root/main/containersection-0/simple/simple/call_to_action/links/item2.stream/1642665734978/9ff5b72cc4a915b9a6e7a7a7b6fdc653cebd4576/shell-youth-study-2019-flyer-de.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Shell-Jugendstudie aus dem Jahr 2019</a>. </p>



<p>Einige Forschende – vor allem aus der Soziologie – haben die Unterteilung in verschiedene Generationen (Boomer, X, Y, Z usw.) letzthin kritisiert. Zum Beispiel <a href="https://www.researchgate.net/profile/Martin-Schroeder-2/publication/328030090_Der_Generationenmythos/links/5bf672bea6fdcc3a8de8d6da/Der-Generationenmythos.pdf?_tp=eyJjb250ZXh0Ijp7ImZpcnN0UGFnZSI6InB1YmxpY2F0aW9uIiwicGFnZSI6InB1YmxpY2F0aW9uRG93bmxvYWQifX0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Martin Schröder von der Universität des Saarlandes</a> in Saarbrücken.</p>



<p>Stimmt es, dass &#8222;die jungen Leute&#8220; immer narzisstischer werden? Vermutlich stimmt es nicht. Zumindest, wenn man <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3020091/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Persönlichkeitsforschern wie Brent Roberts von der University of Illinois</a> glaubt, was ich tue. Brent Roberts hatte einen starken Einfluss auf die Persönlichkeitsforschung der vergangenen Jahre. Hier könnt Ihr mein <a href="https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/42731-der-wandelbare.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Porträt über ihn in Psychologie Heute </a>lesen (umsonst, wenn Ihr dort ein Abo habt). </p>



<p>Einstellungen verschiedener Altersgruppen zum Klimawandel –&nbsp;da haben wir unsere Aussagen aus dem sehr klugen Buch &#8222;<a href="https://www.suhrkamp.de/buch/triggerpunkte-t-9783518029848" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Triggerpunkte</a>&#8220; von Steffen Mau, Thomas Lux und Linus Westheuser, die alle an der Humboldt-Universität in Berlin arbeiten.</p>



<p>Was mich aus psychologischer Sicht schon lange interessiert: Warum packen wir andere Menschen eigentlich in Kategorien? Klar: Weil es uns das Denken einfacher macht. Denken ist kompliziert und kostet viel Energie. Wir nutzen da jede Abkürzung, die sich uns anbietet (ich meine das ohne Ironie). Hier jedenfalls verlinke ich eine <a href="https://www.bbva.com/en/susan-fiske-and-shelley-taylor-recognized-with-a-frontiers-of-knowledge-award-for-revealing-the-role-of-cognitive-bias-in-social-relations/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">sehr schöne Zusammenfassung einiger Arbeiten von Susan Fiske</a>, die wir in unserer Folge ja mehrfach zitieren.</p>



<p>Wann verlassen wir uns besonders stark auf Stereotype und Vorurteile? Zum Beispiel in Momenten, in denen wir <a href="https://guilfordjournals.com/doi/abs/10.1521/soco.22.3.292.35967" target="_blank" rel="noreferrer noopener">müde und/oder abgelenkt</a> sind. Hier eine weitere <a href="https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/14792772043000022" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie dazu</a>.</p>



<p>Was denkt man in den Niederlanden über die Deutschen? Was denkt man in Flandern über die Niederländer? <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/ejsp.89" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier findet Ihr die Studie dazu</a>.</p>



<p>Mehr über die Kölsch vs. Altbier-Forschung <a href="http://kups.ub.uni-koeln.de/1954/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">findet Ihr hier</a>.</p>



<p>Wenn Ihr mehr über die Terror-Management-Theorie lesen wollt: Die drei Erfinder haben dazu vor einigen Jahren <a href="https://www.buchhandel.de/buch/Der-Wurm-in-unserem-Herzen-9783641182724" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ein Buch geschrieben</a>, das einen okayen Überblick gibt. Die Grundidee dazu kommt allerdings von einem deutlich älteren Buch, das ich über die Jahre immer wieder mit viel Freude gelesen habe. Es heißt &#8222;Die Überwindung der Todesfurcht&#8220; von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ernest_Becker" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ernest Becker</a>. Ein mutiges Buch, ein großes Buch. Man kriegt es, wenn ich das richtig sehe, nur noch gebraucht. Es ist ein Jammer. Das menschliche Wissen wächst – und zugleich schrumpft es. Wir verlieren Haufenweise Gepäck auf dem großen Treck unserer Spezies Richtung Westen.</p>



<p>So. Dann sprechen wir in der Folge – natürlich – auch wieder über das legendäre <a href="https://files.eric.ed.gov/fulltext/ED079209.pdf#page=63" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Räuberhöhlen-Experiment</a>, bei dem &#8222;Adler&#8220; und &#8222;Klapperschlangen&#8220; sich erst gegenseitig vermöbeln wollten, um am Ende doch friedlich zusammenzuarbeiten. </p>



<p>Und wo wir schonmal bei den Klassikern der psychologischen Forschung waren, haben wir gleich noch die <a href="https://faculty.washington.edu/caporaso/courses/203/readings/allport_Nature_of_prejudice.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kontakt-Hypothese von Gordon Allport</a> aus dem Hut gezaubert. Ich liebe es, diese Dinge im Original zu lesen. Kann sein, dass die statistischen Methoden damals schlechter waren als heute, aber ich finde in den alten Sachen oft eine erfrischende Klarheit und einen inspirierenden Mut im Denken. </p>



<p>Natürlich hat man sich seither gefragt: Stimmt die Kontakt-Hypothese oder nicht? <a href="https://psycnet.apa.org/record/2006-07099-004" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier kann man&#8217;s nachlesen</a>. Und <a href="https://www.cambridge.org/core/journals/behavioural-public-policy/article/contact-hypothesis-reevaluated/142C913E7FA9E121277B29E994124EC5" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier auch</a>.</p>



<p>Ich fand die Studie toll, <a href="https://www.frontiersin.org/journals/psychology/articles/10.3389/fpsyg.2021.658797/full" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wo junge und ältere Menschen miteinander geredet</a> und dabei viele Vorurteile abgebaut haben. (Liebe Grüße an dieser Stelle an <a href="https://speakerinnen.org/de/profiles/ria-hinken" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ria Hinken</a>, die sich sehr um dieses Thema kümmert und <a href="https://www.hans-hinken.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hans Hinken</a>, der mit grauem Haar und verbundenen Augen einen japanischen Schwertern überstehen kann). </p>



<p>Wenn Ihr Euch generell schlau machen wollt über die Forschung zum Thema Stereotype, kann ich Euch sehr das <a href="https://www.vahlen.de/fetchenhauer-psychologie/product/36545386">Psychologie-Lehrbuch von Prof. Detlef Fetchenhauer</a> von der Uni Köln empfehlen. Es ist verständlich geschrieben, trotzdem einigermaßen nerdy UND: Es ist eine Art Psychologie-Vorlesung für Menschen, die nicht Psychologie studieren. Ich schau da immer mal wieder rein, wenn ich mir einen schnellen Überblick über ein Thema verschaffen will. </p>



<p>So. Wenn Ihr&#8217;s bis hierher geschafft habt: Was treibt Euch um? Wo kommt Ihr gerade nicht weiter im Leben? Wo braucht Ihr Hilfe bei einer wichtigen Entscheidung? Ich leihe Euch im Coaching gerne mein Ohr, gebe Euch mein Wissen und begleite Euch. <a href="https://www.jochen-metzger.de/kontakt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Meldet Euch gerne</a>. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/quellen-und-links-zur-podcastfolge-clash-der-generationen-aus-der-reihe-sag-mal-du-als-psychologin-folge-iii-4/">Quellen und Links zur Podcastfolge „Clash der Generationen“ aus der Reihe „Sag mal, du als Psychologin …“, Folge III/4</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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