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	<title>Allgemein Archive - Jochen Metzger</title>
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		<title>Podcast: Habe ich ein Imposter-Syndrom?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 08:41:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier geht&#8217;s um das zweite Buch unseres Audible-Podcasts &#8222;Erzähl mir alles: Psychologie&#8220;. Es trägt den Namen &#8222;Fiese Gefühle&#8220; und besteht aus drei Kapiteln. Im ersten Kapitel reden Barbara, Muriel und ich über etwas, das man im Alltag gerne als &#8222;Imposter-Syndrom&#8220; bezeichnet. Aber erstmal was Autobiografisches. Seht Ihr das Bild oben? Ich habe es im Jahr [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/podcast-habe-ich-ein-imposter-syndrom/">Podcast: Habe ich ein Imposter-Syndrom?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1030" height="773" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Imposter-1030x773.jpg" alt="" class="wp-image-3958" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Imposter-1030x773.jpg 1030w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Imposter-300x225.jpg 300w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Imposter-768x576.jpg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Imposter-1536x1152.jpg 1536w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Imposter-2048x1536.jpg 2048w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Imposter-1500x1125.jpg 1500w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Imposter-705x529.jpg 705w" sizes="(max-width: 1030px) 100vw, 1030px" /></figure>



<p>Hier geht&#8217;s um das zweite Buch unseres Audible-Podcasts &#8222;Erzähl mir alles: Psychologie&#8220;. Es trägt den Namen &#8222;<a href="https://www.audible.de/pd/Fiese-Gefuehle-was-steckt-dahinter-Hoerbuch/B0GL2M82QV" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fiese Gefühle</a>&#8220; und besteht aus drei Kapiteln. Im ersten Kapitel reden Barbara, Muriel und ich über etwas, das man im Alltag gerne als &#8222;Imposter-Syndrom&#8220; bezeichnet.</p>



<p>Aber erstmal was Autobiografisches. Seht Ihr das Bild oben? Ich habe es im Jahr 2022 aufgenommen, damals war ich mal wieder für einige Monate in den USA, meine Tochter hat mich dort besucht und wir sind zusammen mit dem Zug von <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ann_Arbor,_Michigan" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ann Arbor</a> nach Chicago gefahren. Ich hab den Trip sehr genossen und überhaupt muss ich sagen, dass ich mich bei meinen diversen Besuchen in der Stadt eigentlich immer wohlgefühlt hab. Warum? I don&#8217;t know. War aber so. Ich hab an Chicago eigentlich nur gute Erinnerungen. </p>



<p>Das mag auch daran liegen, dass ich, wenn ich dort war, gerne das <a href="https://www.artic.edu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Art Institute of Chicago</a> besucht hab und stets begeistert war. Immer hat mich dort etwas überrascht, inspiriert oder umgehauen. Im Frühjahr 2022 war das unter anderem diese antike Skulptur auf dem Foto. Sie zeigt einen Satyrknaben, ein fabelhaftes Kindergartenkind, das sich hinter der Maske eines alten Mannes versteckt, um seine Umwelt zu erschrecken. Das hat mich angesprochen. Als Kind hat mich vieles in und an der Welt in Schrecken versetzt. Gab es nichts, um sich all das vom Leib zu halten? Dieser Junge hinter der Maske hat für sich einen Weg gefunden. Er wird selbst zu dem, was ihn ängstigt.</p>



<p>Und das bringt uns zwanglos zum Imposter-Syndrom. Es handelt sich dabei um das Gefühl, dass andere uns eine Rolle zuschreiben, die wir aus unserer Sicht eigentlich gar nicht ausfüllen können. Wir denken dann: &#8222;Hui, wenn DIE wüssten, wie wenig ich eigentlich kann …&#8220;</p>



<p>Ich muss dann immer an diese Passage aus dem Faust denken, wo der greise Held der Tragödie mit seinem Assistenten Wagner einen <a href="https://projekt-gutenberg.org/authors/johann-wolfgang-von-goethe/books/faust-eine-tragoedie/chapter/6/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Osterspaziergang</a> unternimmt. Und das Landvolk ihn dafür abfeiert, dass er zusammen mit seinem Vater so tapfer geholfen hat während der vergangenen Pest-Epidemie. Und Faust meint hinterher so sinngemäß zu Wagner: Ey, wir hatten keine Ahnung, was wir da eigentlich gemacht haben. Wir haben mit unseren Behandlungen vermutlich mehr Leute unter die Erde gebracht als die Krankheit selbst. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Hier war die Arzenei, die Patienten starben,</p>



<p>Und niemand fragte: Wer genas?</p>



<p>So haben wir mit höllischen Latwergen</p>



<p>In diesen Tälern, diesen Bergen</p>



<p>Weit schlimmer als die Pest getobt.</p>



<p>Ich habe selbst den (!) Gift an Tausende gegeben:</p>



<p>Sie welkten hin, ich muss erleben,</p>



<p>Dass man die frechen Mörder lobt.</p>
</blockquote>



<p>Man kann das, wenn man ein bisschen großzügig ist, als Imposter-Phänomen <em>avant la lettre</em> durchgehen lassen. Faust denkt und sagt: Wenn DIE wüssten … </p>



<p>Schrieb ich eben &#8222;Imposter-Phänomen&#8220; und nicht &#8222;Imposter Syndrom&#8220;? In der Tat, ich tat es! Warum? Weil die wissenschaftliche Literatur das im Wesentlichen auch so macht. Wir sprechen darüber in unserem Podcast: <a href="https://bottegadinarrazione.com/wp-content/uploads/2020/11/ip_high_achieving_women.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das erste Paper dazu stammt</a> von der Psychologin Pauline Clance, es erschien im Jahr 1978. Clance fiel damals auf, dass viele junge Überfliegerinnen in der Medizin das Gefühl hatten, gar nicht den gesellschaftlichen Rang und Respekt zu verdienen, den man ihnen zuschrieb – obwohl sie nach allen objektiven Kriterien diesen Respekt sehr wohl verdient hatten und exzellente Leistungen abliefern. Kurz: Die jungen Frauen fühlten sich wie Betrügerinnen und Hochstaplerinnen, ohne welche zu sein. Darüber hat Pauline Clance sich sehr gewundert, viele Interviews geführt und dann einen Aufsatz geschrieben in der erfrischenden Haltung: &#8222;Hey, Leute, hört mal her, was mir in meiner Praxis so aufgefallen ist.&#8220; Tja. So kam der Begriff in die Welt.</p>



<p>In unserem Podcast spielen wir – wie wir das gerne tun – einen gut etablierten Fragebogen zum Imposter-Phänomen durch. Natürlich nur in Auszügen. Man will niemanden langweilen. Es gibt, wie man sich denken kann, mehrere Fragebögen, um das Imposter-Phänomen zu messen. Am häufigsten verwendet die Forschung die <a href="https://paulineroseclance.com/pdf/IPTestandscoring.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Clance IP-Scale</a>, an die auch wir uns gehalten haben. Man muss zugeben, dass die IP-Scale nach aktuellem Stand vermutlich nicht das beste Werkzeug von allen ist. Aber naja … man will nicht päpstlicher sein als der Papst.</p>



<p>In der Vorbereitung auf die Folge ist mir aufgefallen, dass verblüffend viele Studien zum Imposter-Phänomen noch immer in der Medizin gemacht werden. Der weiße Kittel ist wohl Schuld daran – weil die Leute dann was in einem sehen, das man als Einzelmensch wohl nur schwer erfüllen kann. Interessanter Funfact: Die Erstautorin für den wohl <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s11606-019-05364-1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wichtigsten Forschungsüberblick zum Thema</a> ist keine Psychologin, wie man das erwarten würde – sondern eine Medizinerin. Keine Ahnung, ob das irgendwen juckt. Ich fand&#8217;s jedenfalls kurios.</p>



<p>Wie immer stecke ich mit diesem Blogpost in einer Art Zwickmühle: Ich will Euch, die Ihr hierher gefunden habt, natürlich nicht langweilen oder enttäuschen. Das wäre sträflich. Andererseits: Wenn ich hier alles verrate, <a href="https://www.audible.de/pd/Fiese-Gefuehle-was-steckt-dahinter-Hoerbuch/B0GL2M82QV" target="_blank" rel="noreferrer noopener">was wir im Podcast so erzählen</a> – das wär auch wieder doof. Ich will ja, dass uns möglichst viele Leute zuhören.</p>



<p>Ich ziehe meinen Kopf aus der Schlinge, indem ich meine Hauptthesen für mich behalte (kleiner Tipp: das Imposter-Phänomen hat ne Menge mit Erfahrung zu tun; und mit Persönlichkeit) – aber immerhin noch zwei kleine Funfacts raushaue, die man sich gut merken und leicht weitererzählen kann.</p>



<p>Erstens. Nicht jeder, der sich als Imposter bezeichnet, ist auch wirklich einer. Es gibt auch „strategische Imposter“. Man sagt dann zum Beispiel: &#8222;Hach, ich hab all meinen Erfolg eigentlich gar nicht verdient, es war alles nur Glück.&#8220; In Wahrheit denkt man aber, dass man den Erfolg komplett verdient hat und alles nur der eigenen Leistung verdankt. Warum macht man das? Weil die anderen einen dann nett und bescheiden finden und aufhören, einen mit ihrem Neid zu verfolgen. Gelernt haben wir das <a href="https://www.frontiersin.org/journals/psychology/articles/10.3389/fpsyg.2017.01505/full" target="_blank" rel="noreferrer noopener">aus dieser Studie hier</a>. Im Podcast verraten wir auch, woran man strategische Imposter erkennen kann.</p>



<p>Nächster Funfact. Es gibt auch ein paar <a href="https://journals.aom.org/doi/abs/10.5465/amj.2020.1627" target="_blank" rel="noreferrer noopener">helle Seiten des Imposter-Phänomens</a>. Zum Beispiel: Wer sich tendenziell als Hostaplerin oder Hochstapler fühlt, hört anderen besser zu, was ich tröstlich und ermutigend finde. Der große Philosoph und Ballkünstler Johan Cruyff hat einmal gesagt: Jeder Nachteil ist auch ein Vorteil. </p>



<p>In diesem Sinne: Seid nett zueinander. Und hört mal rein in unseren Podcast. Und wenn ihr ihn mögt: Leitet <a href="https://www.audible.de/pd/Fiese-Gefuehle-was-steckt-dahinter-Hoerbuch/B0GL2M82QV" target="_blank" rel="noreferrer noopener">den Link dazu weiter</a> an Menschen, die Euch was bedeuten.</p>



<p>Peace!<br></p>
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		<title>Podcast: Genuss oder Disziplin?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2026 10:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Hintergrund werkeln Barbara, Muriel und ich weiter an neuen Kapiteln für unseren Audible-Podcast &#8222;Erzähl mir alles: Psychologie&#8220;. Weil sich viele von Euch für die Studien hinter unseren Geschichten erzählen, hau ich mal wieder ein paar Links raus, diesmal zu Kapitel drei unseres Dreiteilers über das gute Leben: Genuss oder Disziplin? Im ersten Teil sprechen [&#8230;]</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1030" height="773" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Genuss-1030x773.jpg" alt="" class="wp-image-3953" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Genuss-1030x773.jpg 1030w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Genuss-300x225.jpg 300w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Genuss-768x576.jpg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Genuss-1536x1152.jpg 1536w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Genuss-1500x1125.jpg 1500w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Genuss-705x529.jpg 705w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Genuss.jpg 2016w" sizes="(max-width: 1030px) 100vw, 1030px" /></figure>



<p>Im Hintergrund werkeln Barbara, Muriel und ich weiter an neuen Kapiteln für unseren Audible-Podcast &#8222;Erzähl mir alles: Psychologie&#8220;. Weil sich viele von Euch für die Studien hinter unseren Geschichten erzählen, hau ich mal wieder ein paar Links raus, diesmal zu Kapitel drei unseres Dreiteilers über <a href="https://www.audible.de/pd/Ein-gutes-Leben-wie-geht-das-Hoerbuch/B0GL2F118T" target="_blank" rel="noreferrer noopener">das gute Leben</a>: Genuss oder Disziplin?</p>



<p>Im ersten Teil sprechen wir über die segensreichen Wirkungen der Selbstkontrolle. Wer sich in der Kindheit bereits zusammenreißen kann, hat bessere Karten für den ganzen Rest seines Lebens. Ich weiß, dass vielen diese Einsicht nicht behagt. Ich halte sie aber für relativ gut gesichert. Eine der <a href="https://www.pnas.org/doi/pdf/10.1073/pnas.1010076108" target="_blank" rel="noreferrer noopener">größten Studien dazu</a> –&nbsp;wir erwähnen sie im Podcast –&nbsp;arbeitet mit ziemlich guten Langzeitdaten aus Neuseeland. </p>



<p>Dass uns etwa in der Hälfte unserer wachen Zeit irgendwelche Versuchungen locken, wissen wir aus <a href="http://assets.csom.umn.edu/assets/lib/assets/assetlibrary/2012/hofmann_baumeister_forster_vohs_2012_jpsp.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">einer Studie aus den Zehnerjahren</a>. </p>



<p>Überhaupt haben wir in der Recherche zur Selbstdisziplin eine Menge durch die Arbeiten des Psychologen Wilhelm Hofmann gelernt. Er hat ein interessantes Buch dazu geschrieben, das sich, wenn ich das richtig sehe, eher an ein interessiertes Fachpublikum richtet. Es heißt <a href="https://www.amazon.de/Psychology-Desire-Wilhelm-Hofmann/dp/146252768X" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Psychology of Desire</a>. </p>



<p>Hofmann fragt sich nicht &#8222;wie werde ich disziplinierter?&#8220;, sondern &#8222;wie widerstehe ich der Versuchung?&#8220;. Dafür gibt es natürlich eine ganze Reihe und auch ganze Klassen von Strategien. Welche funktionieren dabei am besten? Auch das besprechen wir in unserem Podcast. Das folgende <a href="https://www.soc.psy.ruhr-uni-bochum.de/soc/mam/download/going_beyond_the_individual_level_postprint.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Paper aus dem Jahr 2024</a> –&nbsp;auch wieder von Wilhelm Hofmann –&nbsp;hat uns dabei sehr geholfen. </p>



<p>Wenn die Selbstdisziplin wie ein Pinguin in den Meeren der Antarktis schwimmt, dann wohnt unsere Genussfähigkeit wie der Weihnachtsmann am Nordpol. Die Psychologie hat lange Zeit nicht an ihn geglaubt. Zwei Psychologinnen haben das vor einigen Jahren geändert und die Genussfähigkeit in den Blick der Forschung genommen. Ich bin nur durch Zufall darüber gestolpert, weil ich 2024 auf den DGPs-Kongress nach Wien gefahren bin. Dort habe ich die Vorträge von <a href="https://www.ru.nl/personen/becker-d-daniela" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Daniela Becker</a> und <a href="https://www.phbern.ch/ueber-die-phbern/personen/katharina-bernecker" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Katharina Bernecker</a> gehört und fand das alles sehr inspirierend. Das <a href="https://repository.ubn.ru.nl/bitstream/handle/2066/221632/221632.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vermutlich wichtigste Paper der beiden findet Ihr hier</a> –&nbsp;es ist ein super Einstieg, falls Ihr dazu z.B. Eure Bachelor-Arbeit schreiben wollt.</p>



<p>Wenn Ihr wissen wollt, wie hoch Eure Genussfähigkeit ist: <a href="https://unibe.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_3vXjrjsVRChs5BY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unter diesem Link geht&#8217;s zum wissenschaftlichen Test</a>. Probiert es aus. Der Test ist anonym und Ihr unterstützt damit die Forschung von Katharina Bernecker und Daniela Becker.</p>
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		<title>Podcast: Macht Geld glücklich?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2026 16:19:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unser Podcast &#8222;Erzähl mir alles: Psychologie&#8220; schlägt sich wacker in den ersten Tagen. Die Audible-Charts listen uns in der Rubik &#8222;Gesundheit &#38; Wellness&#8220;. Dort standen wir am Morgen auf Platz 5 –&#160;zwischen Stefanie Stahl und Giulia Enders. Danke an alle, die schon reingehört und uns weiterempfohlen haben. 🙂 Im zweiten Kapitel unseres Dreiteilers über das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/podcast-macht-geld-gluecklich/">Podcast: Macht Geld glücklich?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="773" height="1030" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Geldglueck-773x1030.jpeg" alt="" class="wp-image-3940" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Geldglueck-773x1030.jpeg 773w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Geldglueck-225x300.jpeg 225w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Geldglueck-768x1024.jpeg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Geldglueck-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Geldglueck-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Geldglueck-1125x1500.jpeg 1125w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Geldglueck-529x705.jpeg 529w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Geldglueck-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 773px) 100vw, 773px" /></figure>



<p>Unser Podcast &#8222;Erzähl mir alles: Psychologie&#8220; schlägt sich wacker in den ersten Tagen. Die Audible-Charts listen uns in der Rubik &#8222;Gesundheit &amp; Wellness&#8220;. Dort standen wir am Morgen auf Platz 5 –&nbsp;zwischen Stefanie Stahl und Giulia Enders. Danke an alle, die schon reingehört und uns weiterempfohlen haben. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Im zweiten Kapitel <a href="https://www.audible.de/pd/Ein-gutes-Leben-wie-geht-das-Hoerbuch/B0GL2F118T" target="_blank" rel="noreferrer noopener">unseres Dreiteilers über das gute Leben</a> reden Muriel, Barbara und ich über die Frage, ob Geld eigentlich glücklich macht und wie man mehr davon zurücklegen kann.</p>



<p>Wir sprechen unter anderem über <a href="https://emmons.faculty.ucdavis.edu/wp-content/uploads/sites/90/2015/08/1985_1happiness-wealthy.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">eine Studie des großen Ed Diener</a>. Er hat vor mehr als 40 Jahren –&nbsp;noch ohne Email und Internet –&nbsp;ganz viele Superreiche kontaktiert und sie gebeten, ihm ein paar Fragen zu beantworten. Viele von ihnen haben tatsächlich zurückgeschrieben. Was tut man nicht alles für die Forschung? Dabei kam heraus: Wer sehr viel Geld hat, ist im Durchschnitt tatsächlich etwas glücklicher als die meisten Menschen aus der Gruppe der Normalsterblichen. Ist das die beste Studie zum Thema Geld und Glück? Natürlich nicht! Aber es handelt sich um einen Klassiker mit ner echten Geschichte dahinter. Mein Fazit aus vielen Untersuchungen zum Thema: Geld alleine macht nicht glücklich. Aber mehr Geld ist tendenziell besser als weniger Geld. Langweilig –&nbsp;aber vermutlich wahr. </p>



<p>Irgendwann reden wir in der Folge auch über die britische Forschung zum Thema &#8222;money attitudes&#8220;. Einen relative guten Einstieg in das Thema findet Ihr <a href="https://www.europeanfinancialreview.com/money-types-and-financial-decision-making/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>, wenn Euch die Sache interessiert oder Ihr eine Hausarbeit darüber schreiben wollt.</p>



<p>Interessant fand ich auch die Sache mit dem Ellsberg-Paradox. <a href="https://academic.oup.com/rfs/article-abstract/22/5/1817/1594546" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ein Paper aus dem Jahr 2009</a> hat sich darüber beklagt, dass der Mechanismus dahinter uns dazu verführt, unser Geld auf dem Giro-Konto versauern zu lassen, statt es vernünftig anzulegen. Ist mir auch schon passiert. Ganz sicher hat das alles auch kulturelle Ursachen. Im Keller meiner Eltern hängt noch immer eine Collage alter Geldscheine aus den Zeiten der Hyperinflation. Und ich sag mal so: Wenn man als Kind fast täglich mit dem Anblick von 20-Milliarden-Mark-Scheinen konfrontiert ist, kann einem das schonmal den Glauben an die Haltbarkeit des Geldes rauben. </p>



<p>Wirklich der Hammer war für mich in der Vorbereitung die Forschung zum Thema „financial literacy“. Die Miterfinderin Olivia Mitchell hat mir vor einiger Zeit mal ein paar Interviewfragen per Email beantwortet. Sie war sehr hilfsbereit dabei. In diesem <a href="https://pubs.aeaweb.org/doi/pdf/10.1257/jep.37.4.137" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Paper von 2023</a> kriegt man einen ganz guten Einblick in ihre Arbeit. <br></p>



<p></p>



<p></p>
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		<title>Podcast: Die drei Beine des guten Lebens</title>
		<link>https://www.jochen-metzger.de/podcast-die-drei-beine-des-guten-lebens/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 11:29:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unser neues Podcast-Format &#8222;Erzähl mir alles: Psychologie&#8220; ist draußen! Ich freu mich tierisch, dass es geklappt hat und dass Barbara, Muriel und ich wieder regelmäßig im Studio sitzen und über psychologische Forschung sprechen können. Jeden Monat gibt&#8217;s jetzt bis in den Dezember hinein drei tolle neue Folgen auf einen Streich. In der allerersten Folge reden [&#8230;]</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="773" height="1030" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Hocker-773x1030.jpeg" alt="" class="wp-image-3930" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Hocker-773x1030.jpeg 773w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Hocker-225x300.jpeg 225w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Hocker-768x1024.jpeg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Hocker-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Hocker-1125x1500.jpeg 1125w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Hocker-529x705.jpeg 529w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Hocker.jpeg 1512w" sizes="auto, (max-width: 773px) 100vw, 773px" /></figure>



<p>Unser neues Podcast-Format &#8222;<a href="https://www.audible.de/pd/Ein-gutes-Leben-wie-geht-das-Hoerbuch/B0GL2F118T" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Erzähl mir alles: Psychologie</a>&#8220; ist draußen! Ich freu mich tierisch, dass es geklappt hat und dass Barbara, Muriel und ich wieder regelmäßig im Studio sitzen und über psychologische Forschung sprechen können. Jeden Monat gibt&#8217;s jetzt bis in den Dezember hinein drei tolle neue Folgen auf einen Streich. In der allerersten Folge reden wir über die <a href="https://www.audible.de/pd/Ein-gutes-Leben-wie-geht-das-Hoerbuch/B0GL2F118T" target="_blank" rel="noreferrer noopener">drei Beine des guten Lebens</a>. Ob das gute Leben wirklich drei Beine hat? Das weiß ich natürlich auch nicht so genau. Es handelt sich eher um eine Art Metapher. Und um die zu unterstreichen, habe ich am Aufnahmetag meinen Badezimmerhocker von zu Hause mit ins Studio gebracht. Sozusagen als symbolisches Maskottchen für unser Gespräch. Der Hocker hat nämlich auch drei Beine.</p>



<p>Wir reden im Podcast über alle möglichen Studien und Bücher. Ein paar davon will ich hier mit Euch teilen. </p>



<p>Also. </p>



<p>Fangen wir an mit dem tapferen Bruce Hood. Ich habe ihn vor einiger Zeit <a href="https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/44412-eine-einzige-uebung-genuegt-um-gluecklicher-zu-werden.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">für Psychologie Heute interviewt</a>, was großen Spaß gemacht hat. Bruce ist Psychologe und hält seit Jahren an der University of Bristol eine Vorlesung darüber, wie man glücklicher werden kann. Seine Studierenden profitieren messbar davon. Über diese Vorlesung und die Forschung dazu reden Barbara, Muriel und ich ziemlich ausführlich in unserem ersten Kapitel. Wenn Ihr danach NOCH mehr darüber wissen wollt, wie Bruce Hood das Glück der jungen Leute fördert: Lest sein Buch. Es ist sehr gut. <br><a href="https://www.amazon.de/Glück-erreichen-Lektionen-führenden-Glücksforschers/dp/3406821529/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Glück: Was wir wissen und wie wir es erreichen. Sieben Lektionen des führenden Glücksforschers</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1030" height="882" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Buecher11-1030x882.jpeg" alt="" class="wp-image-3932" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Buecher11-1030x882.jpeg 1030w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Buecher11-300x257.jpeg 300w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Buecher11-768x658.jpeg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Buecher11-1536x1315.jpeg 1536w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Buecher11-2048x1754.jpeg 2048w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Buecher11-1500x1284.jpeg 1500w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Buecher11-705x604.jpeg 705w" sizes="auto, (max-width: 1030px) 100vw, 1030px" /></figure>



<p><br><br>Falls Ihr an den Studien von Bruce Hood interessiert seid, findet ihr hier zwei schnelle Einstiege: <br><a href="https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/2055102921999291" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hood, B., Jelbert, S., &amp; Santos, L. R. (2021). Benefits of a psychoeducational happiness course on university student mental well-being both before and during a COVID-19 lockdown. Health Psychology Open, 8(1), 2055102921999291.</a><br><br><a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s10734-024-01202-4" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hobbs, C., Jelbert, S., Santos, L. R., &amp; Hood, B. (2024). Long-term analysis of a psychoeducational course on university students’ mental well-being. Higher Education, 88(6), 2093-2105.</a><br></p>



<p>Einige von Euch wissen, dass ich in meinen jungen Jahren alle möglichen Fächer studiert haben. Nicht nur Psychologie, sondern auch ziemlich viel Philosophie. Deshalb ist es mir nicht entgangen, dass die psychologische Glücksforschung ihre wichtigsten Ideen bei Aristoteles geklaut hat. Genauer: Aus seinem Buch &#8222;<a href="https://www.amazon.de/Nikomachische-Ethik-Griechisch-Deutsch-Universal-Bibliothek/dp/3150196701" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nikomachische Ethik</a>“. Aristotles ist ein Denker von großer Klarheit und Struktur, weshalb man sich die Lektüre durchaus noch antun kann. Man wird nicht dümmer davon.<br><br>Für das dritte Bein des guten Lebens verweisen wir auf ein ziemlich cooles neues Buch aus den Staaten. Es stammt vom japanisch-amerikanischen Psychologen Shigehiro Oishi, über dessen Forschung ich mal während einer Konferenz gestolpert bin. Ich mochte seinen Humor und seine originelle Art, sich neue Studien und Experimente auszudenken. Sein Buch heißt jedenfalls <a href="https://www.amazon.de/Life-Three-Dimensions-Exploration-Experience/dp/0385551703" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Life in Three Dimensions: How Curiosity, Exploration, and Experience Make a Fuller, Better Life</a>. </p>



<p>Und wo ich schonmal dabei bin, die wichtigsten Quellen offenzulegen: Meinen heftigsten Crash-Kurs in Sachen Glücksforschung verdanke ich einem Buch, das der große Ed Diener zusammen mit seinem Sohn geschrieben hat. Ich habe Ed Diener vor Jahren mal für Psychologie Heute interviewt. Mit seinem Sohn stand ich dann Jahre später in einer Warteschlange. Wir wollten beide unsere Namensschilder bei einer großen Forschungskonferenz abholen. Reiner Zufall, aber n super interessantes Gespräch. Jedenfalls: Das Buch der beiden ist zwar schon ein bisschen älter und ziemlich nerdy, aber man weiß danach sehr, sehr viel darüber, was die Psychologie über das menschliche Glück herausgefunden hat. Die Lektüre lohnt sich noch immer. Es heißt: <a href="https://www.amazon.de/Happiness-Unlocking-Mysteries-Psychological-Wealth/dp/1405146613/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Happiness. Unlocking the Mysteries of Psychological Wealth</a>. Das Buch sorgt sozusagen für einen guten Teil des intellektuellen Hintergrundrauschens unserer Podcast-Folge. </p>



<p>So. Ich hoffe, Ihr hört mal rein in unser Gespräch. Erzählt mir hinterher gerne, wie&#8217;s für Euch war. Und wenn&#8217;s Euch gefallen hat: Hinterlasst ne Bewertung und sagt es weiter in Eurem Freundeskreis. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/podcast-die-drei-beine-des-guten-lebens/">Podcast: Die drei Beine des guten Lebens</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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		<title>Unser neuer Podcast &#8222;Erzähl mir alles: Psychologie&#8220; – juhu!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2026 13:17:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unser neuer Podcast ist online. Juhu! Er heißt &#8222;Erzähl mir alles: Psychologie&#8220; und läuft seit 12. Februar 2026 exklusiv auf Audible. Wir freuen uns tierisch, dass unsere Gespräche über Psychologie und psychologische Forschung endlich wieder anlaufen. Vor ziemlich genau vier Jahren haben Muriel Mertens, Barbara Lich und ich auf Audible unseren Podcast &#8222;Sag mal, du [&#8230;]</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="773" height="1030" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/M-B-J-773x1030.jpg" alt="" class="wp-image-3922" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/M-B-J-773x1030.jpg 773w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/M-B-J-225x300.jpg 225w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/M-B-J-768x1024.jpg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/M-B-J-1152x1536.jpg 1152w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/M-B-J-1125x1500.jpg 1125w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/M-B-J-529x705.jpg 529w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/M-B-J.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 773px) 100vw, 773px" /></figure>



<p>Unser neuer Podcast ist online. Juhu! Er heißt &#8222;<a href="https://www.audible.de/pd/Ein-gutes-Leben-wie-geht-das-Hoerbuch/B0GL2F118T" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Erzähl mir alles: Psychologie</a>&#8220; und läuft seit 12. Februar 2026 exklusiv auf Audible. Wir freuen uns tierisch, dass unsere Gespräche über Psychologie und psychologische Forschung endlich wieder anlaufen.</p>



<p>Vor ziemlich genau vier Jahren haben <a href="https://murielmertens.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Muriel Mertens</a>, <a href="https://www.akademie-fuer-publizistik.de/lecturers/lich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Barbara Lich</a> und ich auf Audible unseren Podcast &#8222;<a href="https://www.audible.de/podcast/Sag-mal-du-als-Psychologin-Der-PM-Podcast-Staffel-1/B09XHJL4RV" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sag mal, du als Psychologin …</a>&#8220; gestartet. Wir haben genau 60 lange Folgen produziert, hatten viel Spaß dabei und auch einigen Erfolg. Unter anderem standen wir ne Weile damit <a href="https://www.jochen-metzger.de/unser-podcast-steht-zwei-wochen-auf-platz-eins-und-ein-paar-gedanken-ueber-affordanzen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">auf Platz 1 der deutschen Audible-Charts</a>.</p>



<p>Jetzt machen wir unter neuem Namen weiter – und mit ein paar neuen Spielregeln. Unter anderem erscheinen wir nicht mehr wöchentlich, sondern genau einmal im Monat. Dann kommen dafür aber drei Folgen auf einmal, sozusagen als je drei Kapitel eines Buches. Nur mal so als Beispiel: Unser erstes &#8222;Buch&#8220; dreht sich um das &#8222;<a href="https://www.audible.de/pd/Ein-gutes-Leben-wie-geht-das-Hoerbuch/B0GL2F118T" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gute Leben</a>&#8220; und wie man das eigentlich hinkriegt. In Kapitel eins geht&#8217;s dabei um die &#8222;drei Beine des guten Lebens&#8220;. In Kapitel zwei um das liebe Geld (&#8222;was nützt das ganze Glück, wenn man seine Rechnungen nicht bezahlen kann?&#8220;). Und in Kapitel drei um die Frage, ob uns eher Selbstdisziplin glücklich macht oder die Fähigkeit zum Genuss. Und gerade da berichten wir über sehr neue Studien, die dem alten Psycho-Lehrbuchwissen deutlich widersprechen. </p>



<p>Wir sind über die Jahre zu so ner Art Lieblings-Podcast-Team für Menschen geworden, die irgendwas mit Psychologie zu tun haben oder sich für Psychologie interessieren – denen aber die Zeit fehlt, sich neue Studien aus der Forschung anzugucken. Genau das ist unser Job: Wir lesen die neuesten Psycho-Studien, damit Ihr das nicht machen müsst. </p>



<p>Zum Auftakt unserer Show haben wir ausnahmsweise gleich noch einen zweiten Dreiteiler rausgehauen. Der trägt die Überschrift &#8222;<a href="https://www.audible.de/pd/Fiese-Gefuehle-was-steckt-dahinter-Hoerbuch/B0GL2M82QV" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fiese Gefühle</a>“. Im ersten Kapitel reden wir über das so genannten &#8222;Imposter Syndrom&#8220;. In Kapitel zwei geht&#8217;s um die fiesen drei Emotionen Gier, Neid und Rache. Und ganz am Ende sprechen wir über die Einsamkeit, warum sie als Gefühl manchmal sinnvoll sein kann und wie wir uns aus ihr lösen können. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.audible.de/pd/Fiese-Gefuehle-was-steckt-dahinter-Hoerbuch/B0GL2M82QV" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="1030" height="1030" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Erzaehl_mir_alles-Psychologie-02-1030x1030.jpg" alt="" class="wp-image-3925" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Erzaehl_mir_alles-Psychologie-02-1030x1030.jpg 1030w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Erzaehl_mir_alles-Psychologie-02-300x300.jpg 300w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Erzaehl_mir_alles-Psychologie-02-80x80.jpg 80w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Erzaehl_mir_alles-Psychologie-02-768x768.jpg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Erzaehl_mir_alles-Psychologie-02-1536x1536.jpg 1536w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Erzaehl_mir_alles-Psychologie-02-2048x2048.jpg 2048w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Erzaehl_mir_alles-Psychologie-02-36x36.jpg 36w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Erzaehl_mir_alles-Psychologie-02-180x180.jpg 180w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Erzaehl_mir_alles-Psychologie-02-1500x1500.jpg 1500w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2026/02/Erzaehl_mir_alles-Psychologie-02-705x705.jpg 705w" sizes="auto, (max-width: 1030px) 100vw, 1030px" /></a></figure>



<p>Was soll ich sagen? Hört mal rein. Lasst Euch überraschen. Sagt es weiter, wenn Ihr Leute kennt, die sich für Psychologie interessieren und die vielleicht unseren alten Podcast mochten. Wenn uns der Himmel nicht auf den Kopf fällt, machen wir das erstmal bis Ende Dezember so weiter. 36 Folgen mit superneuen Erkenntnissen aus der Psychologie. </p>



<p>Übrigens: Unsere Produktionsfirma, das sind ein paar alte Bekannte. Nämlich die Jungs von <a href="https://feynstein.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studio Feynstein</a>, die parallel zu uns mit einer Art Bruder-Podcast an den Start gehen, nämlich die Show &#8222;<a href="https://www.audible.de/pd/Die-Raetsel-der-Schwarzen-Loecher-Hoerbuch/B0GL2MKJRY">Erzähl mir alles – Physik</a>&#8222;. Wenn Ihr Euch mehr für Einstein und die schwarzen Löcher interessiert als für das menschliche Innenleben – check it out! </p>



<p></p>



<p></p>
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		<title>Bullshit-Bingo Psychologie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2025 17:14:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Haare, Make-up, Mimik, Pose – auf diesem Bild stimmt wirklich alles. &#8222;Warum seid Ihr eigentlich keine Models geworden?&#8220;, hat neulich jemand gefragt. Ganz ehrlich: Ich weiß es auch nicht. Was ich aber genau weiß: Unser neues Buch ist da! Es heißt „Bullshit-Bingo Psychologie. ,Hör auf dein Bauchgefühl‘ und andere Psycho-Mythen auf dem Prüfstand“. Und ja: Es ist schon [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/bullshit-bingo-psychologie/">Bullshit-Bingo Psychologie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="772" height="1030" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/11/Unbox-min-1-772x1030.jpg" alt="" class="wp-image-3911" srcset="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/11/Unbox-min-1-772x1030.jpg 772w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/11/Unbox-min-1-225x300.jpg 225w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/11/Unbox-min-1-768x1024.jpg 768w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/11/Unbox-min-1-1152x1536.jpg 1152w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/11/Unbox-min-1-1536x2048.jpg 1536w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/11/Unbox-min-1-1125x1500.jpg 1125w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/11/Unbox-min-1-529x705.jpg 529w, https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/11/Unbox-min-1-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 772px) 100vw, 772px" /></figure>



<p>Haare, Make-up, Mimik, Pose – auf diesem Bild stimmt wirklich alles. &#8222;Warum seid Ihr eigentlich keine Models geworden?&#8220;, hat neulich jemand gefragt. Ganz ehrlich: Ich weiß es auch nicht. </p>



<p>Was ich aber genau weiß: Unser neues Buch ist da! Es heißt <strong>„Bullshit-Bingo Psychologie. ,Hör auf dein Bauchgefühl‘ und andere Psycho-Mythen auf dem Prüfstand“</strong>.</p>



<p>Und ja: Es ist schon cool, wenn jemand mit all den Belegexemplaren vor der Tür steht. War für Jens und mich ein aufregender Moment. Hier sieht man uns kurz nach dem Entpacken. Was für eine Freude!</p>



<p>Wie kam&#8217;s zu dem Buch? Im Februar rief Jens mich an – er hatte gerade zwei Verlegerinnen kennengelernt und mit ihnen die Idee entwickelt, ein Buch über all den Unsinn zu schreiben, den Menschen im Alltag so über Psychologie erzählen. Jens meinte zu mir: &#8222;Das schreiben wir einfach gemeinsam. Bringt so gut wie kein Geld, macht aber bestimmt Spaß.&#8220;</p>



<p>Weil ich für derlei Quatsch immer offen bin, hab ich zugesagt, ohne lange nachzudenken. Die Sache mit dem Geld war am Ende nicht gelogen. Die mit dem Spaß aber auch nicht. </p>



<p>Was war unsere Mission? Nun. Psychologie ist allgegenwärtig – in Podcasts, auf Social Media, in Alltagsgesprächen. Und natürlich sind da auch viele Halbwahrheiten unterwegs. Wie hoch ist da jeweils der Bullshit-Faktor? &#8222;Bullshit-Bingo Psychologie&#8220; will helfen, das ein bisschen besser einzuschätzen – wissenschaftlich fundiert, aber mit Augenzwinkern.</p>



<p>Worum geht&#8217;s genau? Um Sätze wie:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Mein Ex ist ein krasser Narzisst</li>



<li>Alkohol enthüllt das wahre Ich</li>



<li>Ich weiß es noch ganz genau </li>



<li>Aber meiner Schwester hat&#8217;s geholfen</li>
</ul>



<p>Ich glaube: Es ist ein Buch für alle, die Spaß an Psychologie haben und sich darüber freuen, wenn jemand anders sich durch die Fachliteratur gequält hat. Ein bisschen Selbstironie hilft vermutlich auch. Hinterher wird man nämlich merken, dass auch das eigene Denken nicht immer so rational ist, wie man&#8217;s gerne hätte. Uns ging&#8217;s jedenfalls so während der Recherche.  </p>



<p>Natürlich entdeckt man als Autor/Co-Autor im gedruckten Buch plötzlich alle möglichen Rechtschreibfehler. Die peinlichste Pleite ist mir aber jetzt erst klar geworden: Wir haben auf mehr als 200 Seiten kein einziges Mal Sigmund Freud erwähnt. </p>



<p>Kauft das Buch bitte trotzdem. Zum Beispiel hier, <a href="https://www.komplett-media.com/products/bullshit-bingo-psychologie">direkt beim Komplett-Media Verlag</a>, in welchem das Buch erschienen ist.</p>



<p>Danke!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/bullshit-bingo-psychologie/">Bullshit-Bingo Psychologie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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		<title>Ohne Dialekt kein Widerstand</title>
		<link>https://www.jochen-metzger.de/ohne-dialekt-kein-widerstand/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Feb 2025 14:13:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Wochenende hatte ich ein längeres Gespräch mit einem sehr klugen Freund und am Ende sind wir bei einer für mich neuen Einsicht gelandet: ohne Dialekt kein Widerstand. Und das kam so. Wir haben über WhatsApp telefoniert. Aus Gewohnheit und weil es uns am einfachsten erschien. Wir experimentieren beiden gerne mit Chatbots, die von Künstlicher [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.jochen-metzger.de/ohne-dialekt-kein-widerstand/">Ohne Dialekt kein Widerstand</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.jochen-metzger.de">Jochen Metzger</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="220" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2025/02/Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_Vienna_-_Google_Art_Project_-_edited.jpg" alt="" class="wp-image-3884"/></figure>



<p>Am Wochenende hatte ich ein längeres Gespräch mit einem sehr klugen Freund und am Ende sind wir bei einer für mich neuen Einsicht gelandet: ohne Dialekt kein Widerstand. </p>



<p>Und das kam so. Wir haben über WhatsApp telefoniert. Aus Gewohnheit und weil es uns am einfachsten erschien. </p>



<p>Wir experimentieren beiden gerne mit Chatbots, die von Künstlicher Intelligenz gespeist werden. Ich lasse viele meiner beruflichen Interviews mithilfe von KI verschriftlichen, das geht viel, viel schneller, als wenn man&#8217;s selber tippt, die Sache ist praktisch alternativlos. </p>



<p>Wir wissen auch, dass man sich bei Videocalls automatisch ein Protokoll erstellen lassen kann. Die Maschine erzählt einem, wer was gesagt hat und was die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Meeting sind usw. Kalter Kaffee für Euch, ich weiß. </p>



<p>Jedenfalls fiel irgendwann der Satz: &#8222;Die Maschinen tracken vermutlich auch mit, worüber wir zwei uns gerade unterhalten.&#8220;</p>



<p>Natürlich macht die Maschine das nicht wirklich. Wir sind als Personen vollkommen unwichtig und bedeutungslos. Nobody cares! Andererseits. Bei all diesen digitalen Geschäftsmodellen macht&#8217;s ja die Masse. Kann doch sein, dass DOCH was mitgetrackt wird, um die Tendenzen im Großen und Ganzen zu erkennen? Ohne Frage KÖNNTE man das machen. Kein Problem.</p>



<p>Die ganzen Unternehmen im Silicon Valley haben ja immer behauptet, dass sie gar nichts mitschneiden. Man hat ihnen schon früher nicht getraut. Jetzt traut man ihnen noch weniger. </p>



<p>Man muss nur einen Schritt weitergehen und sich einen neugierigeren mit härterem Daumen agierenden Staat vorstellen, um zu sehen, wohin die Reise gehen kann.  </p>



<p>Und dann kam uns folgender Gedanke.</p>



<p>Je verbreiteter die Sprache, desto besser funktionieren die Modelle, desto makelloser werden die Transkripte; Englisch funktioniert ganz wunderbar. Bei meinen deutschen Interviews sind die Ergebnisse inzwischen auch brauchbar, sie werden jedoch merklich schlechter, wenn mein Gesprächspartner (wie neulich) mit starkem Schweizer Akzent spricht. </p>



<p>Ich habe noch kein Gespräch mit meinen Eltern oder Geschwistern getestet, werde das aber bald mal machen. Wenn wir unter uns sind, befleißigen wir uns nämlich eines sehr dörflichen Dialekts, wie er nur in einer recht übersichtlichen Region im Südwesten gesprochen wird (man hört an diesem Dialekt übrigens noch heute die alten Landesgrenzen aus der Zeit vor 1803; das muss man sich mal reinziehen!). Ich bin mir relativ sicher, dass die KI mit unserem Dialekt überfordert ist. Es gibt nicht genügend Sprechende, nicht genügend Datenmaterial, die KI hat den Dialekt noch nicht gelernt. Wie gut kann sie ostfriesisches Platt? Oldenburger Platt usw.?</p>



<p>Was, wenn man irgendwann mal wieder in den Widerstand gehen muss?</p>



<p>Wer Kinder bekommt, so denke ich, sollte sich mühen, sie Dialekt als Muttersprache sprechen zu lassen. Das werden sie brauchen. Es wird ihnen Türen öffnen. Das Hochdeutsche lernen sie eh, das Englische ebenfalls. Sie haben keinen Nachteil dadurch. Wer ihnen dagegen den Dialekt verwehrt, versperrt den Weg in den Untergrund. Man muss die Modelle verwirren mit seltenen Sprachformen. Babel 2.0. </p>



<p>Ohne Dialekt kein Widerstand. </p>



<p>So lautete der Gedanke am Wochenende.</p>



<p>Man muss natürlich nicht in den Untergrund gehen. </p>



<p>Aber mal will die Wahl haben.</p>



<p>Denkt mal drüber nach. </p>
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		<title>Was passiert, wenn Zeitungen sterben?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Metzger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Nov 2021 07:40:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute ein Eintrag, der mir seit meinem Rückflug aus Michigan zuwinkt und aus dem Käfig will. Wird aber kurz. Bin müde. Hab zu viel gearbeitet und muss mal was dagegen unternehmen. Das Magazin &#8222;The Atlantic&#8220; hat in der November-Ausgabe eine sensationelle Titelgeschichte über das Sterben der Tageszeitungen in den USA gebracht. Und nein. Es geht [&#8230;]</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2021/11/Atlantic-Aufmacher-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-2134"/></figure>



<p>Heute ein Eintrag, der mir seit meinem Rückflug aus Michigan zuwinkt und aus dem Käfig will. Wird aber kurz. Bin müde. Hab zu viel gearbeitet und muss mal was dagegen unternehmen. </p>



<p>Das Magazin &#8222;<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.theatlantic.com/world/" target="_blank">The Atlantic</a>&#8220; hat in der November-Ausgabe eine <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.theatlantic.com/magazine/archive/2021/11/alden-global-capital-killing-americas-newspapers/620171/?" target="_blank">sensationelle Titelgeschichte über das Sterben der Tageszeitungen in den USA</a> gebracht. Und nein. Es geht nicht um das böse Internet mit seinen Umsonst-Inhalten. Sondern um Leute, die mit den darbenden Blättern nochmal richtig Geld machen und dabei tüchtige Marken auspressen, bis noch der letzte Stück Leben aus ihnen gewichen ist. Auf dem Cover sieht man einen Geier. Er steht für den bösen Hedge Fund. Die Metapher scheint aber nicht ganz zu stimmen, wie man in der Story selbst nachlesen kann. Denn ein anständiger Geier ist ein Aasfresser. Er wartet mit dem Abendbrot, bis sein Opfer tot ist. “Ein Geier&#8220;, so liest man, &#8222;drückt den Kopf eines verwundeten Tieres nicht unter Wasser. Das hier ist Raubtierverhalten.&#8220; Einige der Anekdoten kamen mir bekannt vor aus vergangenen Zeiten, aber wie so oft: In den Staaten scheint alles nochmal ne Nummer krasser und herzloser abzulaufen als bei uns. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.jochen-metzger.de/wp-content/uploads/2021/11/Story-innen-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-2135"/></figure>



<p>Allen Kollegen und Kolleginnen aus den Medien (und jedem sonst, der sich dafür interessiert) will ich jedenfalls diese Leseempfehlung zurufen: Guckt Euch die Story mal an, ich verlinke sie <a rel="noreferrer noopener" class="" href="https://www.theatlantic.com/magazine/archive/2021/11/alden-global-capital-killing-americas-newspapers/620171/?" target="_blank">hier gleich nochmal</a>. Und bringt Taschentücher mit. Und einen Eimer. Denn man möchte bei der Lektüre abwechselnd weinen und brechen. </p>



<p>Zeitungen werden weiter sterben. Auch bei uns.&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/preise-fuer-papier-steigen-weiter-kraeftig-a-3195fba6-e992-406d-8ba8-0a5cb5ac2e4a" target="_blank" class="">Die steigenden Papierpreise</a>&nbsp;werden auch dabei mithelfen. Aber was folgt daraus? Was passiert, wenn Zeitungen sterben? Im Atlantic-Artikel heißt es dazu:&nbsp;</p>



<p>&#8222;Wenn Lokalzeitungen verschwinden, dann geht das laut der Forschung tendenziell einher mit einer geringeren Wahlbeteiligung, einer wachsenden Polarisierung, einem allgemeinen Niedergang von bürgerlichem Engagement. Falschinformationen breiten sich aus. Stadtbudgets laufen aus dem Ruder, die Korruption nimmt zu, die Verwaltung verliert an Effizienz. Es kann auch bundesweite Konsequenzen haben. So ergab eine Analyse von Politico, dass Donald Trump bei der Wahl von 2016 dort am besten abgeschnitten hat, wo die Menschen nur begrenzten Zugang zu Lokal-Nachrichten hatten.&#8220;</p>



<p>Ich weiß auch nicht, wie man lokale und regionale Blätter retten kann. Aber man muss. Journalisten sind keine Engel. Journalistinnen auch nicht. Aber wir brauchen sie. Demokratie funktioniert sonst nicht.&nbsp;</p>



<p>Morgen soll ich im Hamburger Speckgürtel jungen Leuten was über &#8222;Journalismus als Beruf&#8220; erzählen. Bin mir noch nicht ganz sicher, was ich denen sagen werde. Dass die Branche im Eimer ist? Dass es da früher mal coole Jobs gab und man heute besser was anderes machen sollte? Oder soll ich davon erzählen, welche Rolle der Job hat in einer freien Gesellschaft? Und wie wichtig er ist?&nbsp;</p>



<p>Werde jedenfalls berichten. Auch davon, was die jungen Leute mir zurückgeben und wofür sie sich eigentlich interessieren. Bin schon sehr gespannt.&nbsp;</p>
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